Ziele für 2018 – Motocross-Adventskalender

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Ziele für 2018

Nun ist doch tatsächlich schon Weihnachten. Wie schnell das Jahr und vor allem die 24 Tage herum waren.
Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen, möchte ich mich schon mal vorab bedanken! Es ist schön zu hören, dass der Adventskalender so gut angekommen ist und die ein oder andere Frage beantwortet hat.

Am heutigen Tag möchte ich euch über meine Ziele in der kommenden Saison erzählen.
Auch wenn wir noch immer im alten Jahr sind, hat die neue Saison für mich bereits begonnen. Es müssen noch einige Sachen abgeklärt, organisiert und geplant werden.
Die neuen Jahreslizenzen müssen für die entsprechenden Meisterschaften gelöst werden, neue Bekleidung wie Trikot und Hosen müssen angeschafft und das Motorrad muss auf Vordermann gebracht werden. Die „to-do-Liste“ für die Vorbereitung der neuen Saison ist noch sehr, sehr lang.

miradlo und Moppeds - Nina und Ute - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot2018 werde ich auf jeden Fall wieder beim Swiss MX Women Cup starten. Diese Meisterschaft hat mir dieses Jahr sehr viel Spaß bereitet, denn jedes Rennen war eine große Herausforderung. Man konnte nie abschätzen, wie das Ergebnis ausfallen würde. Die Frauen sind nämlich allesamt sehr stark. Untereinander herrscht ein lockeres und vor allem faires Verhältnis. Was aber nicht heißen soll, dass wir während des Rennlaufs der Konkurrenz etwas schenken. Meter für Meter wird auch noch auf den zehnten und elften Plätzen gekämpft. Für die Zuschauer ist so etwas interessant, vor allem wenn mindestens 30 Mädels in einer Kategorie zusammen fahren und gegeneinander kämpfen.
Für die nächste Saison sind zehn Rennen geplant, in der gesamtem Schweiz. Mein Ziel ist es, meine diesjährige Platzierung (5. Platz) zu verbessern.
Unter folgendem Link findet ihr die Rennen des Swiss MX Women Cup für 2018: PDF swissmoto

miradlo und Moppeds - Nina und Ute - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotBeim SAM (schweiz. Auto- und Motorradfahrer Verband) nehme ich ebenfalls in der Kategorie Ladies, teil. Die Rennen aus dieser Serie finden überwiegend im Norden und Osten der Schweiz statt. Auch hier sind ungefähr 10 Meisterschaftsrennen geplant.
Der SAM ist ein top organisierter Verband, mit einigen Mitgliedervorteilen und einer großen Auswahl an verschiedenen Meisterschaften der jeweiliger Motorsportarten (Supermoto, Trial, Pitbike, Motocross, Pocketbike, Mofa- Sport und Straßen-Rennsport).
In der Ladies-Klasse nehmen ungefähr 10-20 Frauen an jedem Rennen teil. Gerne würden wir diese Klasse ein wenig voller bekommen! Wir freuen uns auf neue Frauen, die mit uns um die Meisterschaft kämpfen. Ihr könnt mich bei Fragen zu genaueren Informationen hierzu, wie immer unter der E-Mail: nina.heimbuechel@miradlo.de, kontaktieren.
Wir fahren allerdings nicht alleine, sondern mit der Nachwuchsklasse zusammen. Für 2018 habe ich mir vorgenommen, den Vizemeistertitel zu verteidigen und zu toppen.
Unter dem nachstehenden Link findet ihr die Termine für die anstehende Saison. Ich würde mich unglaublich freuen, wenn ihr mich besuchen kommt und einen Renntag mit mir zusammen erleben wollt: Motocross/Termine . Meldet euch doch einfach per Mail bei mir, damit wir den Besuch planen können.

Des Weiteren starte ich dieses Jahr wieder in der IMBA Europameisterschaft der Damen. 2017 habe ich aus zeitlichen Gründen, leider nur ein EM-Rennen fahren können. In dieser Meisterschaft fahren neun Nationen gegeneinander: Deutschland, Schweiz, Niederlande, Belgien, Dänemark, Frankreich, England, Italien und Tschechien. Mindestens vier bis maximal acht Frauen aus jeder Nation, starten an den Rennen gegeneinander. Eine Ausnahme besteht allerdings beim „Gastgeberland“. Dieses darf maximal 12 Frauen stellen, wenn die Gesamtteilnehmerzahl von 40, nicht überschritten ist. (Qualifikation zur IMBA beim sam.ch : „Die fünf Erstklassierten aus der Vorsaison haben auf jeden Fall Anspruch auf einen IMBA Startplatz.“ aus dem Reglement Seite 18)

Bisher sind vier Rennen geplant – in Deutschland, England, Belgien und in der Schweiz.
2016 konnte ich bereits den siebten Platz in der Europameisterschaft erreichen.
2018 nehme ich mir vor, wieder unter die Top 10 zu fahren.

miradlo und Moppeds - Nina und Ute - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotZum Schluss möchte ich mich bei euch bedanken, dass ihr mir so viel Aufmerksamkeit geschenkt habt. Ich hoffe, ich konnte einige Unklarheiten beiseite räumen und euch einen kleinen Einblick in mein Hobby ermöglichen. Ebenso möchte ich mich bei meiner lieben Chefin Ute bedanken, die überhaupt auf die wunderbare Idee mit dem Adventskalender kam!
Es wäre wirklich schön, wenn ihr mich auf dem ein oder anderen Rennen besuchen und anfeuern kommt. Es sind einige Rennen im Thurgau/ Zürich und St. Gallen. Auch in Zukunft, stehe ich euch nach wie vor bei Fragen, Anregungen und Meinungen per Mail unter nina.heimbuechel@miradlo.de, zur Verfügung.

Ich wünsche euch ein besinnliches Weihnachtsfest mit euren Liebsten, der Familie und den Freunden.
Kommt gut ins neue Jahr, bleibt gesund und munter.
Man sieht sich ja hoffentlich demnächst wieder beim Pakete abholen oder bringen.

Sportliche Grüße
Nina Heimbüchel #329

Besondere Rennen Teil III – Motocross-Adventskalender

Besondere Rennen Teil III - Nina Heimbüchel - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot

Besondere Rennen Teil III

Ursprünglich wollte ich nur noch über ein besonderes Rennen berichten.

Besondere Rennen Teil III - Nina Heimbüchel - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotAllerdings bestritt ich dieses Jahr zwei tolle Rennen beim Swiss MX Women Cup und möchte euch heute, am vorletzten Tag des Adventskalenders, davon erzählen.

Das erste erfolgreiche Rennen in der Swiss MX Women Cup Meisterschaft, fand in Cossonay statt.
Ich fuhr zum ersten Mal auf der etwas sandigeren Strecke. Es gab einige größere Sprungkombinationen, die es sonst eher seltener auf den Strecken gibt.
Bereits im freien Training am Morgen, fühlte ich mich total wohl auf der Piste. Ich sprang nach einigen Minuten alle Sprungkombinationen und legte eine gute Zeit hin.
Im Zeittraining lief es ebenfalls sehr gut. Ich konnte den sechsten Platz als Startaufstellung herausfahren. Das Ergebnis entsprach nicht ganz meinem Gefühl aber ich wusste, dass ich es unter die ersten Fünf schaffen kann.

Vor dem ersten Lauf entspannte ich ein wenig und konzentrierte mich ganz auf das Rennen.

Trotz des heißen Wetters und meiner Nervosität, kam ich am Start gut weg und fuhr in den ersten zwei Runden einen kleinen Abstand zur nächsten Fahrerin, heraus.

Ich reihte mich auf dem vierten Platz ein. Bis zu der vorletzten Runde konnte ich diese Platzierung gut halten. Plötzlich stürzte die vor mir Fahrende und ich kam als Dritte ins Ziel. Das Ergebnis motivierte mich natürlich äußerst.

Am Start vor dem zweiten Wertungslauf, war ich natürlich nun noch viel nervöser! Die Hitze machte uns allen sehr zu schaffen. Ausgerechnet vor dem zweiten Rennlauf mussten wir noch über 30 Minuten in der prallen Hitze warten. Durch die vielen Bewässerungspausen kam es zur Verspätung.

Besondere Rennen Teil III - Nina Heimbüchel - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotAls wir dann endlich starten konnten, lief es genau so super wie im ersten Lauf. Ich kam beim Start wieder einmal sehr gut weg und sicherte mir für lange Zeit den zweiten Platz, hinter der WM- Teilnehmerin Virginie Germond. Leider konnte ich diese Platzierung nicht bis zum Ende halten. Mich überholten noch zwei andere Fahrerinnen und ich beendete das Rennen mit dem vierten Platz.

Durch die Punktvergabe bzw. Wertung der anderen Frauen und meine Platzierungen, wurde ich dennoch Dritte im gesamten Tagesrang.

Auf diese Leistung war ich sehr stolz, weil es ein hartes Rennen war und mein erster Podestplatz beim Swiss MX Women Cup.

Das zweite, besondere Rennen fand in Ederswiler statt.

Die Strecke in Ederswiler ist ganzjährig zum Training freigegeben. Sie ist sehr hart und anspruchsvoll, da sie schräg im Hang liegt.

Bereits im Zeittraining konnte ich die viert-schnellste Zeit herausfahren.

Auch bei diesem Rennen wusste ich, dass es heute eventuell für einen Podestplatz reichen könnte.
Ich versuchte mich zu 100% zu konzentrieren und zu fokussieren. Das gelang mir sehr gut, denn im ersten Lauf hatte ich einen Superstart. Ich beendete das erste Rennen mit dem vierten Platz.

Kurz vor dem zweiten Lauf, begann es aus Eimern zu schütten. Das Wasser lief in Bächen den Hang hinunter!

Besondere Rennen Teil III - Nina Heimbüchel - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotEs war spiegelglatt auf der Strecke, denn der Boden war steinhart und der Staub darauf, vermischte sich mit dem Regen zu einer Schmierseife.
Die Schräglage auf der Piste und der schmierige Boden, waren eine große Herausforderung für jede Fahrerin. Nach der Einführungsrunde hatte ich jedoch keine Bedenken und startete mit einem guten Gefühl in den zweiten Wertungslauf.

Ich fand schnell einen Rhythmus und arbeitete mich von Platz 11 auf 2 vor. Den zweiten Platz konnte ich bis zum Schluss halten.

Das Ergebnis war der zweite Tagesrang, trotz der schwierigen Bedingungen im zweiten Lauf.  Auch auf disess Rennen bin ich sehr stolz, denn ich konnte meine Leistung nochmals steigern und wurde trotz des harten Rennens, Zweitplatzierte.

Finanzielle Faktoren und Sponsorensuche – Motocross-Adventskalender

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Finanzielle Faktoren und Sponsorensuche - Nina Heimbüchel - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotFinanzielle Faktoren und Sponsorensuche
Motorsport und somit auch Motocross, gehört definitiv zu den teuersten Sportarten. Wie so oft, benötigt man für einen entsprechenden Erfolg, ein großes Budget. Selbst in der Amateur- und angehenden Profiszene, reicht ein solches Budget, weit in die tausender Beträge.

Leider muss auch ich jeden Cent zusammenkratzen, damit ich das Hobby erfolgreich betreiben kann. Das war damals übrigens auch der Grund, weswegen ich einen Nebenjob suchte und bei miradlo im Team aufgenommen wurde.

Finanzielle Faktoren und Sponsorensuche - Nina Heimbüchel - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotWenn man ein größeres Budget hat, kann man beispielsweise öfters trainieren, kann sich besseres Equipment und Ausrüstung kaufen oder nimmt sogar an einer Motocross-Schule teil. Durch all das, steigert sich die Leistung und der Erfolg um einiges. Es ist quasi ein Teufelskreis. Ohne Unterstützung = kein Geld für Training; kein Training = kein Erfolg; kein Erfolg= keine Sponsoren und das Ganze beginnt von vorne.

Finanzielle Faktoren und Sponsorensuche - Nina Heimbüchel - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotZum Motorsport gehört nun mal auch, das Suchen nach Sponsoren.
Oftmals werden regionale und überregionale Firmen angefragt, die entweder einen materiellen Teil oder einen finanziellen Teil sponsern. Man ist tatsächlich froh, um jedes bisschen Hilfe. Sei es nun Öl, Bekleidung oder auch Geld damit man z.B. eine Lizenz bezahlen kann.
Außerdem wird regelmäßig das Motorrad gewartet, was monatlich schnell mal zwischen 200 und 500 Euro kosten kann.
Equipment wie die Schutzausrüstung ist ebenfalls sehr teuer aber unglaublich wichtig. Gerade in diesem Bereich darf man einfach nicht sparen!! Es stehen einem viele Ausrüstungsgegenstände zur Verfügung, mit denen man gewissen Körperstellen schützen kann. Nutzt diese Ausrüstung auch auf jeden Fall. Es ist teilweise eine einmalige Anschaffung (Neckbrace und Rückenschutz zum Beispiel) wo man tief in die Geldbörse langen muss, aber dann ein paar Jahre Ruhe hat.

Die laufenden Kosten, zum Beispiel Spritkosten, nehmen auch einen großen finanziellen Teil in Anspruch. Ca. 10.000,-€ jährlich, zahlt man nur alleine an Benzin oder Diesel für das Wohnmobil, Transporter und Motorrad.

Finanzielle Faktoren und Sponsorensuche - Nina Heimbüchel - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotSolltet ihr nun Interesse an einem Sponsoring haben, weil ihr mich unterstützen wollt, könnt ihr mich gerne unter der E-Mail  nina.heimbuechel@miradlo.de kontaktieren.
So kann nicht nur ich mein Hobby erfolgreich betreiben, sondern auch IHR profitiert von einigen Werbemöglichkeiten für euren Betrieb oder eure Firma (siehe auch Beispielfotos der Werbemöglichkeit).
Die Logos eurer Firmen werde ich auf jeder Rennveranstaltung und teilweise auch in der Freizeit, repräsentieren.
Wie bereits geschrieben, freue ich mich unendlich über jedes bisschen Unterstützung. Vielen Dank!

Meine Vorbilder – Motocross-Adventskalender

Meine Vorbilder Courtney Duncan - Nina Heimbüchel - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot

Meine Vorbilder
In meiner bisherigen Zeit im Motorsport, traf ich den ein oder anderen Profifahrer. Wie jeder andere Mensch, habe auch ich meine Idole beim Motocross. Es ist gut, wenn man ein persönliches Vorbild hat, zu dem man immer hinauf schaut. Sie motivieren einen und lassen den Ehrgeiz wachsen.

Meine Vorbilder Ken Roczen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotEins meiner größten Vorbilder ist definitiv Ken Roczen.
Ken stammt aus Thüringen und wanderte vor Jahren nach Amerika aus, um sich zu 100% auf das Hobby zu konzentrierten bzw. später sogar sein Geld damit zu verdienen. Er fuhr 2015 für das Team RCH. Ein Teammitglied war u.a. der Ehemann, Carey Hart, der sehr bekannten Sängerin Pink.
2016 wechselte er dann zu HRC Honda.
Seinen, Ken Roczens, Werdegang sowie Informationen zu seiner Person findet ihr bei Wikipedia .

In Amerika hat Motocross einen ganz anderen Stellenwert. Es ist dort zwar kein Nationalsport wie Football oder Basketball, aber die Atmosphäre beim Motocross in Amerika, ist eine ganz besondere. Unendlich lange und große Strecken, ja richtige „Farmen“ gibt es dort. In einem Areal sind gleich fünf Strecken. Für unsere und die hiesigen Verhältnisse, unvorstellbar.
Den mutigen Schritt, nach Amerika auszuwandern, wagten schon viele. Ken ging seinen Weg, egal was andere sagten. Und mit diesem Mut, wurde er zu einem der erfolgreichsten Motocrossfahrer weltweit.
Anfang diesen Jahres, brach sich Ken bei einem Rennen den Arm. Allerdings so kompliziert, dass er mehrfach operiert wurde.
Es sah nach einer sehr langen Verletzungspause für ihn aus. Niemand rechnete mit dem schnellen Comeback.
Eines Tages überraschte er jedoch mit einem Foto in den sozialen Netzwerken, auf dem er wieder mit dem Motorrad trainierte.
Es konnte keiner so richtig glauben, doch er ist wieder zu 100% fit und bereitet sich ausgiebig auf die neue Saison vor.

Ein weiteres Vorbild ist für mich die Australierin Courtney Duncan. Sie fährt für das JCR Yamaha Racing Team.
Sie nahm letztes Jahr, 2016, zum ersten Mal an der Frauen-Weltmeisterschaft (WMX) teil. Ihr Fahrstil ist einfach unglaublich. Es sieht so einfach und unbeschwert aus, wenn sie über die Strecke „fliegt“. Am letztjährigen MXGP-WM-Rennen in Frauenfeld, konnte ich sie endlich persönlich kennen lernen. Meiner Meinung nach, ist sie eine der prominenten Personen im Motorsport, die mit ihrem Ruhm auf dem Boden geblieben ist. Sie nahm sich sehr viel Zeit für mich und andere Fans. Bei der WMX wurde sie 2016 trotz einiger Podestplätze, Fünfte in der WM. Dieses Jahr beendete sie die Saison auf dem dritten Platz.
Sie ist eine unglaublich starke Fahrerin und hat das Potenzial, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Bisher stand das Glück jedoch nicht auf ihrer Seite. Wir sind sehr gespannt, was sie 2018 erreichen wird.

Sieg und Niederlagen – Motocross-Adventskalender

Sieg und Niederlagen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot

Sieg und Niederlagen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot Sieg und Niederlagen
In unserem Hobby muss man auch mal mit schlechten Tagen und Rennen leben.
Schlechte Platzierungen, Stürze sowie Verletzungen gehören auch dazu.
Auch wenn Motocross eher zur Extremsportart zählt, bedeutet das nicht, dass wir ständig mit gebrochenen Knochen und gefährlichen Verletzungen im Krankenhaus liegen.
Oftmals ziehen wir uns blaue Flecken, kleine Schürfwunden und Prellungen zu. Aber wenn wir mal ehrlich sind: wie oft liest man, dass sich der Fußballstar XY einen Muskel- oder Kreuzbandriss zugezogen hat.
Jeder Sport hat halt einfach gewisse Risiken.
Um diesen vorzubeugen, muss man sich neben der eigentlichen Sportart (egal ob Motocross, Fußball, Handball, etc.) durch zusätzliches Kraft- und Ausdauertraining fit halten. Je mehr man in dieser Hinsicht macht, um so länger hält man sich auf dem Motorrad und schwächelt nicht, was zu schlimmen Stürzen führen könnte. Dazu berichtete ich bereits am Tag 16 ausführlicher.

Letztes Jahr zum Beispiel, musste ich leider auch eine kurze Verletzungspause einlegen.
Das Schlimme war für mich damals jedoch nicht die eigentliche Verletzung. Ich musste meine Führung in der Meisterschaft abgeben.

Sieg und Niederlagen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotBeim ersten Meisterschaftsrennen im Jahr 2016 in Wohlen, gewann ich beide
Wertungsläufe und konnte somit erstmals in Meisterschaftsführung gehen. Höchst motiviert und stolz auf diese Leistung, bereitete ich mich auf das kommende Rennen vor.
Es regnete und schneite allerdings die ganze Nacht. Eine Schlammschlacht vom Allerfeinsten war natürlich vorprogrammiert. Der Veranstalter gab sein Bestes um die Strecke in den besten Zustand zu bringen.
Im ersten Rennlauf stürzte ich jedoch aufgrund einer vor mir ebenfalls stürzenden Fahrerin. Schon beim Aufprall auf den Boden, bemerkte ich ein lautes Knacken. Ich hoffte, mich verhört zu haben und sprang sofort auf. Mein Freund war in der Zeit dazu geeilt und hob mir das Motorrad auf. So schnell es ging, trat ich die Maschine an und wollte weiterfahren. Da merkte ich allerdings, dass irgendwas mit meinem Arm nicht stimmte.
Kurze Zeit später, saß ich im Krankenwagen und bekam die Diagnose „Armbruch“. Durch eine gute Physiotherapie und genügend Genesungszeit, konnte ich bereits drei Monate später wieder mit dem Training beginnen.

Sieg und Niederlagen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotGlücklicherweise verpasste ich in der ganzen Verletzungspause, nur ein einziges Rennen. Nach dem Unfall, konnte ich noch vier weitere Rennen mitfahren und stand jedes mal auf dem Podest.
Am Jahresende verpasste ich mit wenigen Punkten, knapp das Podium an der Meisterfeier. Ich wurde Viertplatzierte in der Damenklasse des SAM (Schweizer Auto- und Motorradfahrer Verband).
Auf diese Leistung bin ich dennoch stolz. Man darf niemals den Kopf in den Sand stecken und sollte stattdessen für seine Ziele und Träume kämpfen. Jede, nicht nur diese Sportart leben schließlich von Motivation und Ehrgeiz.

Besonderes Rennen Teil 2 – Motocross-Adventskalender

Header Besonderes Rennen Teil 2 - Schlammrennen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot

Besonderes Rennen Teil 2

Schlammrennen Wängi Oktober 2012

Besonderes Rennen Teil 2 - Schlammrennen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotIch war schon das ein oder andere Rennen im Schlamm gefahren und machte mir keine Sorgen über das Europameisterschafts-Rennen in Wängi,  Schweiz. Doch es kam anders, als ich dachte.
Meinen Freund lernte ich ein Jahr zu vor (2011) kennen, woraufhin er mich für 2012 zum Rennen einlud. Ich nahm mir die ganze Woche frei, um beim Aufbau zu helfen. Für Sonntags am geplanten Rennwochenende, war jedoch Regen angesagt. Wir führten es dennoch durch. Es regnete die ganze Nacht und den kompletten Sonntag durch.
Besonderes Rennen Teil 2 - Schlammrennen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotUnser Clubpräsident entschied sich, die Rennen für die Kinder abzusagen und nur noch die erfahrenen Klassen, zu denen auch wir Frauen zählten, starten zu lassen. Anfangs war ich noch munter und machte mir keine Sorgen. Im Training musste ich allerdings feststellen, dass der Schlamm in der Schweiz viel klebriger war und ich damit kaum zurecht kam. Trotz der zahlreichen Tipps durch meinen erfahrenen Freund und das gesamte Team, fand ich mich beim Zeittraining eher im hinteren Feld der Rangliste wieder.
Das war sehr deprimierend, denn das ganze Dorf und viele Freunde aus der Schweiz kamen vorbei, um mich anzufeuern.
In den Rennläufen stürzte ich sehr sehr oft. Im zweiten Lauf bekam ich tatsächlich nur eine einzige Runde hin. Zum Glück war ich da aber nicht die Einzige.
Besonderes Rennen Teil 2 - Schlammrennen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotAn jeder Kurve standen Freiwillige, die uns Fahrerinnen halfen, das Motorrad aufzustellen oder anzutreten. Alles klebte und wurde sehr schwer. Man konnte sich kaum noch auf dem Motorrad halten. Die Handschuhe waren so rutschig, dass man sogar immer am Gasgriff abrutschte und unkontrolliert Gas gab. Das Motorrad aus dem Matsch zu befreien und wieder aufzustellen, war ein Riesenkraftakt. Durch den ganzen Schlamm der am Motorrad klebte, wog das Bike schnell 140 kg. Man brauchte ziemlich viele Verschnaufpausen wenn man stürzte. In den Pausen zwischen den Rennläufen kam man kaum mit dem Putzen hinterher. Alles war durchnässt und voller Dreck.
Besonderes Rennen Teil 2 - Schlammrennen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotDas Endergebnis war eine völlig fertige Nina, ein sehr dreckiges Motorrad und viel neue Erfahrung.

Den Tag bzw. dieses Rennen werde ich niemals vergessen. Von Kopf bis Fuß war ich mit blauen Flecken und Schürfwunden übersät. Zwei Tage darauf, flogen wir in den Urlaub ans Meer. Wir wurden am Strand relativ komisch angeguckt, da ich ja so „übel“ zu gerichtet aussah. Wir genossen aber dennoch die Sonne und ließen uns es gut gehen.

Meine Meisterschaften – Motocross-Adventskalender

Meine Meisterschaften - Nina - Fotograf: Mike Mazout, Belgium - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot

Meine Meisterschaften.

Meine Meisterschaften - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot Dieses Jahr konnte ich aus zeitlichen Gründen, leider nur zwei Meisterschaften bestreiten. Ich habe sie schon mehrfach in den letzten Tagen genannt:

Meine Meisterschaften - Nina - Fotograf: Mike Mazout, Belgium - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotDa ich sehr grenznah zur Schweiz wohne und mein Team in der Schweiz ist, habe ich mich dazu entschieden auch dort die Meisterschaften zu fahren. Beim SAM fahre ich nun in der kommenden Saison 2018, das dritte Jahr die Meisterschaft „Ladies“ mit. Es sind ca. 7-10 Rennen pro Jahr, die zur Meisterschaft zählen. 2017 war da leider eine Ausnahme, da sich viele Rennen mit anderen höherrangigen Meisterschaften überschnitten haben. Wenn eine höhere Meisterschaft am selben Tag oder auch Wochenende stattfindet (dazu zählen zum Beispiel der Swiss MX Women Cup, IMBA Europameisterschaft), zählt die regionale Meisterschaft nicht.

  • SAM Ladies (Schweizer Meisterschaft, zählt nicht, wenn z.B. Women Cup zeitgleich stattfindet)
  • DAMCV Damenklasse (Amateure Deutschland, zählt nicht, wenn z.B. IMBA zeitgleich stattfindet)
  • Swiss MX Women Cup
  • IMBA Europameisterschaft

Meine Meisterschaften - Nina - Fotograf: Mike Mazout, Belgium - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotWir sind an jedem Rennen ca. 10- 20 Damen und starten gemeinsam mit der Nachwuchsklasse. Mit den Jungs zu fahren, macht uns nichts aus. Wir kommen untereinander alle gut klar und sind fair zueinander. Das ist auch eine der Voraussetzungen, um an den Start zu gehen. In der Nachwuchsklasse starten nur Herren.
Man merkt allerdings die Fahrweise der Jungs, sie sind etwas „rabiater“ und gehen nicht so schnell vom Gas wenn man gemeinsam eine Kurve bzw. Spur ansteuert.
An jedem Rennen werden die drei Schnellsten mit einem Pokal und einem wunderschönen Blumenstrauß geehrt. Ich konnte dieses Jahr fünfmal unter die ersten drei Frauen fahren und aufs Podest klettern. Beim ersten Rennen in Wohlen (Aargau), stand ich sogar ganz oben auf dem Treppchen. Solch einen tollen Start in die Saison kann man sich nur wünschen.

Meine Meisterschaften - Nina - Fotograf: Mike Mazout, Belgium - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotBeim Swiss MX Women Cup starten an jedem Rennen mindestens 30 Damen! Das Niveau ist auch deutlich höher, denn es nehmen Damen teil, die auch in der Weltmeisterschaft mitfahren. Sie sind schneller, routinierter und fahren zum Teil mit besserem Material. All das, hat mich aber bisher nicht davon abgehalten, mitzukämpfen.
Es macht unglaublich viel Spaß, unter so vielen Frauen fahren zu können. Die meisten Strecken auf denen die Rennen stattfinden, sind größer und anspruchsvoller als bei den Amateurmeisterschaften. Insgesamt 10 Rennen fanden 2017 statt. Für die nächste Saison sind nochmals 10 Rennen geplant.
Schafft man es beim Rennen unter die ersten Fünf, erhält man sein Startgeld zurück. Manchmal bekommt man sogar noch ein kleines Präsent (diverses Öl, oder Bekleidung). Auch hier werden die ersten drei Fahrerinnen mit einem Pokal vor Ort geehrt.
In den Jahren zuvor, habe ich noch an zwei weiteren Meisterschaften teilgenommen:

Der DAMCV in Deutschland, ist die gleiche Meisterschaft wie der SAM in der Schweiz. Die Rennen aus der DAMCV Serie finden hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen statt. Es sind zwischen 5 und 10 Rennen jährlich. Auch beim DAMCV gibt es eine Damenklasse, an der ich früher regelmäßig teilgenommen habe. Mittlerweile bleibt mir nur Zeit für ein oder zwei Rennen.

Meine Meisterschaften - Nina - Fotograf: Mike Mazout, Belgium - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotAn der IMBA Europameisterschaft habe ich 2012 das erste Mal teilgenommen. Bis auf die Saison 2017 habe ich kein Rennen verpasst. Es war für mich dieses Jahr aus zeitlichen und finanziellen Gründen nicht möglich, Europameisterschaft zu fahren. Lediglich ein Rennen habe ich bestritten. Dort konnte ich zehnte von ca. 25 Frauen werden.
Bei dieser Meisterschaft nehmen acht Nationen teil: Deutschland, Schweiz, Belgien, Holland, Dänemark, Tschechien, England, Frankreich. Eigentlich wäre Italien noch dabei, allerdings ist bisher noch nie eine Italienerin mitgefahren. 2018 habe ich mir fest vorgenommen, wieder in der Europameisterschaft mitzumischen. Es macht viel Spaß, Mädels und Teams aus anderen Nationen kennenzulernen, gegeneinander zu kämpfen und bestehende Freundschaften aufrecht zu erhalten. An jedem Rennen wird man vor den Zuschauern vorgestellt, erhält kleine Präsente und ein wenig Preisgeld.
Nächste Saison finden EM- Rennen in der Schweiz (Wohlen, 15. April 2018), in Belgien (Koningshooikt, 03. Juni 2018), England (Norley, 24. Juni 2018) und in Deutschland (Kleinhau, 30. September 2018) statt.
(Fotograf der meisten Bilder dieses Beitrags: Mike Mazout, Belgien)

WM Rennen – Motocross-Adventskalender

WM Rennen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot

WM Rennen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotMein größter Wunsch ist es, einmal ein WM(X) Rennen zu fahren. WMX steht für Womens Motocross Championship. Sie ist der FIM (Fédération Internationale de Motocyclisme) angeschlossen.

Auf dieses Ziel arbeite ich sehr fokussiert hin. Es benötigt sehr viel Training und finanzielle Mittel, ehe man an solch einem besonderen Rennen teilnehmen kann. Und unabhängig von diesen Faktoren, möchte ich auch das Rennen erfolgreich bestreiten. Damit meine ich nicht, dass ich direkt ein Rennen gewinnen will, sondern einfach Spaß habe und mich qualifiziere.

WM Rennen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotEin WM Rennen beginnt samstags mit dem freien Training und direkt im Anschluss mit dem Zeittraining. Man hat gemäß FIM- Reglement, 40 Minuten Zeit die Strecke kennenzulernen und dann seine Startaufstellung herauszufahren. Es dürfen maximal 50 Fahrerinnen am Training teilnehmen. Zum ersten Wertungslauf zugelassen, werden jedoch nur 40 Frauen. Da wäre mein Ziel, mich für den Wertungslauf überhaupt zu qualifizieren.
Vor dem ersten Wertungslauf, gibt es für jede Fahrerin eine Einführungsrunde. Die Strecke ändert sich gerade am Rennen, unglaublich schnell. Wo im Training noch ein schöner gerader Absprung bei einem Sprung war, können dann Kanten oder Schlaglöcher sein. Um nicht schwer zu stürzen, können die Fahrerinnen sich nochmal einen Überblick über die aktuelle Piste verschaffen.
Sobald jeder die Runde gedreht hat, stellt man sich wieder gemäß der Startaufstellung auf, rollt ans Gatter und gibt sein bestes im Rennen. Wenn der Startbalken gefallen ist, muss jede Dame 20 Minuten inklusive zwei Runden fahren. Danach ist der erste Tag eines WM-Events geschafft.

WM Rennen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotSonntags gibt es morgens ein „Warm-up“ für ca. 15 Minuten. Wenig später hat man seinen zweiten Wertungslauf (ebenfalls wieder 20 Minuten plus zwei Runden). Die Platzierung ergibt sich aus beiden Rennläufen.
Um so ein Wochenende zu überstehen, benötige ich viel Training auf dem Motorrad, sowie ein entsprechendes Equipment. Hier spielt leider der finanzielle Faktor eine große Rolle.

Man muss einiges an Geld aufbringen, damit man an einem Rennen teilnehmen kann. Sollte man sich dann nicht qualifizieren, hat man viel gezahlt, fährt aber samstagmittags bereits wieder heim.
Um das zu vermeiden, muss ich mehr trainieren und sparen. Ich bleibe daher immer hart am Ball um mir den Wunsch zu erfüllen.

WM Rennen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotDie Bilder stammen vom MXGP Frauenfeld. Dies ist ein sehr bekanntes und beliebtes WM Rennen in der Schweiz.

 

 

Kraft- und Ausdauertraining – Motocross-Adventskalender

Kraft- und Ausdauertraining - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot

Auch wenn es nicht so anstrengend aussieht, gehört Motocross eher zum Extrem- und Leistungssport.
Bereits oft wurde ich ausgelacht und bekam den Spruch zu hören ‚im Kreis fahren kann ja jeder‘. Doch als diejenigen dann selber einmal fahren durften, änderten sie ihre Meinung prompt. Am nächsten Tag beklagten sie sich über Muskelkater.

Kraft- und Ausdauertraining - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotEs wirken sehr viele Kräfte auf den Körper während man über Schlaglöcher und Bodenwellen fährt. Das Motorrad vibriert und rüttelt ordentlich während der Fahrt. Man braucht schon eine gewisse Grundkondition und Koordination, um sich ein paar Runden auf dem Motorrad zu halten.
Zwei Beispiele: In den Kurven muss man mit dem „äußeren Fuß“ Druck auf die Fußraste geben, während man den „inneren Fuß“ weit nach vorne (Richtung Vorderrad) ausstreckt. Außerdem hält man zeitgleich den äußeren Arm bzw. Ellenbogen hoch. Diese drei Punkte muss man beachten, wenn man flüssig durch die Kurve kommen möchte.
Wenn es sehr matschig und rutschig auf der Strecke ist, ist dein Gleichgewicht, die gesamte Kraft und Koordination gefragt. Für mich persönlich, ist solch ein Rennen am anstrengendsten.

Das Wichtigste ist, immer am Gas zu bleiben und zügig zu fahren, nur so kann man verhindern ins Schlingern und Rutschen zu geraten. Außerdem klemmt man das Motorrad im Stehen fest zwischen den Beinen ein, damit man mit dem gesamten Körper das Gleichgewicht halten kann. Im Matsch ist es viel besser und einfacher,  im Stehen zu fahren. Es ist aber eine Kopfsache, denn wenn es rutschig wird oder schlingert, will man sich hinsetzen, die Füße zum Abstützen benutzen und geht automatisch vom Gas. Genau das ist vollkommen falsch. Wie man das trainieren kann? Durch häufiges Fahren auf Sandstrecken und durch Gleichgewichtsübungen im Fitnessstudio.

Kraft- und Ausdauertraining - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotDamit ich ungefähr viermal 25 Minuten auf dem Motorrad durchhalte, mache ich neben dem Training auf dem Motorrad, Kraft- und Ausdauertraining.
Dazu habe ich mich hier in Konstanz in einem Fitnessstudio angemeldet und gehe meist einmal in der Woche dort trainieren. Nebenher gehe ich zweimal die Woche Joggen und fahre mindestens einmal die Woche mit dem Rennrad eine Tour. Meine Joggingrunden betragen zwischen 5 und 10 km. Radtouren fahre ich zwischen 40 und 60 km.
Wie ihr seht, liegt mein Hauptaugenmerk eher beim Ausdauertraining. Nicht weil ich das lieber mache, sondern weil ich sehr viel Ausdauer und Kondition benötige. Mein Krafttrainingsplan habe ich mir selbst erstellt. Dazu lasse ich mich gerne von anderen Spitzensportlern inspirieren. Zum Beispiel schaue ich mir über Youtube einige Workoutvideos an und setze mir so einen Plan zusammen.

Beim Krafttraining bevorzuge ich „Eigenkraft“-, Koordinations- und Gleichgewichtsübungen. Mein Tipp: nehmt weniger Gewicht, führt die Übung langsamer und dafür sauber aus.
Zwischendurch baue ich eine kleine Übung ein, die den Puls nach oben schnellen lässt. Schließlich habt ihr beim Fahren einen hohen Puls und benötigt konstant viel Kraft.

Ebenfalls wichtig ist es, eine Greifübung für die Fingerkraft zu machen. Dies dient dazu, dass ihr das Motorrad sicher in der Hand habt und lange auf dem Motorrad fahren könnt. Meiner Meinung nach, eignen sich die Schlingen-/ TRX Bänder hier sehr gut. Ich arbeite auch oft damit und kann nur positives berichten.

Ich habe euch ein kleines Video dazu herausgesucht, was ihr über ein solches Schlingentraining wissen müsst:

Meine Motorräder – Motocross-Adventskalender

Meine Motorräder - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot

Ich fahre seit zwei Jahren eine 250 CRF Honda (Viertakter). Davor bin ich jahrelang KTM gefahren. Angefangen habe ich auf einem kleinen Straßenmotorrad. Es war eine 85ccm Kawasaki. Das ist das Motorrad, auf dem ich hinter dem Haus eines Verwandten, meine ersten Erfahrungen machte. Sofort hatte ich Blut geleckt und wollte mehr.

Meine Motorräder - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotMit so einem Motorrad kann man jedoch nicht wirklich Crossfahren. Also stand zwei Wochen später mein erstes richtiges Motorrad in der Garage: eine 125ccm KTM, (Zweitakter),Baujahr 2003 (siehe Foto).

Mit dem Bike, lernte ich fortan Schalten, Anfahren und Kurven drehen. Ein halbes Jahr später, traute ich mich dann endlich auf die große Motocrossbahn in Kleinhau.
Dieses Motorrad hatte ich ungefähr 2 Jahre und bestritt sogar mein erstes Rennen damit (Weilerswist im Jahr 2007).

Meine Motorräder - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotIm Frühjahr 2009 bekam ich von einem guten Freund, ein super Angebot für eine neue 125ccm KTM, (Zweitakter), Baujahr 2008.
Ich schlug natürlich zu, denn das neue Motorrad ließ sich viel besser fahren, als der alte Hobel.
Meine Schwester begann plötzlich sich ebenfalls für das Hobby zu interessieren und kaufte mir mein erstes Motorrad ab.
Gemeinsam fuhren wir mit den Bikes einmal die Woche nach Kleinhau um dort zu trainieren.

2010 lernte ich einen Sponsor kennen, der mir ein neues Motorrad für ein paar Rennen zur Verfügung stellte. Das besondere an dem Motorrad war, dass es eine Viertakter-Maschine war. Zwischen Zweitaktern und Viertaktern, liegt ein Riesenunterschied was ich schnell zu spüren bekam.
Wo genau der Unterschied zwischen
einer Zweitakter und Viertaktermaschine liegt, könnt ihr hier nachlesen:
http://www.motocross-center.com/motocross-wissenslexikon-die-unterschiede-zwischen-2-und-4-takter.html.

Meine Motorräder - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotIch trainierte viel auf diesem Motorrad, ehe ich mir ein eigenes kaufte. Ich musste mich erst an die klassische Motorbremse (sobald man vom Gas weggeht, bremst das Motorrad ab, quasi wie beim Auto) gewöhnen. Die 125ccm Maschine (Zweitakter) rollte stattdessen einfach aus, so als wenn kein Gang eingelegt wäre. Ich flog jedesmal mit dem neuen Motorrad über den Lenker, sobald ich vom Gas ging. Das war eine extreme Umstellung für mich.
Zudem war die Viertakter ein wenig schwerer, was aber durch die leicht bessere Leistung nur ein wenig bemerkbar war. Außerdem ließ sich das Motorrad viel ruhiger fahren, was zu einem sicheren Fahrstil führte.
Im Jahr 2011 fuhr ich auf einer 250ccm KTM SXF (Viertakter). Ich machte Riesenfortschritte mit dem Motorrad, denn es ließ sich sehr viel einfacher damit fahren.

Meine Motorräder - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotErst 2014 gab es dann das nächste Motorrad: meine letzte KTM, eine 250ccm SXF (Viertakter). Damit räumte ich einen Pokal nach dem anderen ab.
Ein Wechsel auf ein anderes Motorrad, kam damals für mich nicht in Frage. Auch wenn mein Freund und das ganze Team auf Honda fuhren.
Aber man soll ja bekanntlich niemals nie sagen.
Im Winter 2014/ 2015, testete ich das neue Motorrad meines Freunds.

Meine Motorräder - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotEr hatte sich eine Honda 250 CRF (Viertakter) gekauft. Seit der ersten Minute auf dem Bike, wollte ich die KTM nicht mehr fahren.
Die Honda ließ sich so viel besser fahren, was am Motor und an der Größe bzw. Wendigkeit des Motorrads lag.
Im Winter 2015/2016 war es dann endlich so weit: Ich kaufte mir meine erste Honda. Ich besitze dieses Motorrad heute noch. Es hat mich bisher nie im Stich gelassen. Da ich so zufrieden mit dem Motorrad war und Honda Suisse mir aufgrund der guten Leistung im Jahr 2016 eine Unterstützung angeboten hatte, fuhr ich dieses Jahr erneut auf einer 250 Honda CRF (Viertakter). Es ist ein 17er Modell und für mich das bisher beste Motorrad was ich hatte.

Motorradwartung – Motocross-Adventskalender

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Motorradwartung

Wer fahren kann, muss auch putzen und pflegen. Das ist bei dem Hobby das A und O, denn es herrscht ein hoher Verschleiß. Nach fast jedem Training und Rennen, wird das Motorrad gründlich geputzt. Eventuell müssen auch verschlissene oder defekte Teile, ausgetauscht werden.
Wie das aussieht, werde ich euch heute zeigen.

Motorradwartung - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotBeginnen wir beim Putzen:
Zuallererst nehme ich möglichst alle losen Teile am Motorrad weg. Die Plastikteile bzw. Nummerntafeln, Sattel und der dreckige Luftfilter werden hierfür entfernt.
Auf den Auspuff wird ein Stopfen aufgesetzt, damit kein Wasser hinein laufen kann. Der Luftfilterkasten wird ebenfalls mit einem Deckel versehen, damit auch dort kein Wasser und Putzmittel hinein laufen können.
Danach wasche ich erstmal alle Plastikteile mit Schwamm und normalem Spülmittel. Man kann hier bereits „Motocross-Reiniger“ einsetzen, diesen verwende ich allerdings nur für das Motorrad.
Während die Plastikteile trocknen, beginne ich endlich mit dem Motorrad.
Dazu benötigt man einen Hochdruckreiniger, denn mit dem herkömmlichen Wasserschlauch bekommt man den hartnäckigen Dreck nicht so gut weg. Je nach Strecke, frisst sich der Dreck tief in das Plastik und in das Dekor. Mit dem schwachen Wasserstrahl gehen die Flecken kaum raus. Man muss mit dem Schwamm hinterher arbeiten und das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Nachdem das Motorrad bereit zur Wäsche ist, sprühe ich es rund herum ordentlich mit Motocross- Reiniger ein. Den Reiniger gibt es bei jedem Motocross- Shop zu kaufen. Ich benutze den von Motul.

Motorradwartung - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotNachdem alles getrocknet ist, schraube ich die Plastikteile wieder dran, setze einen neuen Luftfilter ein und öle alle beweglichen Teile.
Ungefähr drei Stunden beansprucht das Putzen.
Aber auch nur, wenn nichts kaputt ist und ausgewechselt bzw. repariert werden muss. Alle fünf Betriebsstunden mache ich einen Ölwechsel samt Ölfilterwechsel. Hier sollte man keinesfalls faul werden, denn der Abrieb und das alte Öl müssen dringend heraus genommen werden um den Verschleiß zu verringern, sowie einen Schaden zu vermeiden.
Alle 30- 40 Betriebsstunden werden der Kolben und alle zugehörigen Kleinteile wie Dichtungen, gewechselt.
Nach rund 30 Stunden werden die Federgabel und der Stossdämpfer gewartet. Auch dort wird das Öl gewechselt.
Stundenunabhängig sind das Kettenkit (großes Ritzel, kleines Ritzel, Kette), Reifen, Bremsbeläge, Kupplung und Gaszug zu prüfen.
Dort muss man ständig nachschauen wie groß die Abnutzung ist.
Letztere wechseln ich bzw. mein Freund selbst. Alles was sich im Motor oder an der Federung befindet, geben wir zu unserem Mechaniker.

Ich habe euch noch ein interessantes Video über das Putzen und Pflegen eines Motorrads herausgesucht:

Ein Renntag – Motocross-Adventskalender

Ein Renntag - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot

Ein Renntag.
Rennen finden je nach Meisterschaft und Kategorie, samstags oder sonntags statt. Unter „Kategorie“ versteht man die einzelne Klasse wie zum Beispiel Jugend, Damen, Senioren, Veteranen, Inter-Klasse, usw. Je nach Verband, gibt es bestimmte Voraussetzungen für die entsprechende Klasse. Meistens wird eingeteilt nach Alter, Hubraum bzw. Motorradgröße oder auch nach Geschlecht.
Ein Renntag - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotBei den Damen dürfen logischerweise nur Frauen fahren, bei allen anderen Klassen dürfen wir Frauen auch starten (wenn wir denn die anderen Voraussetzungen erfüllen). Am jeweiligen Renntag, schreibt man sich morgens bei der Sportleitung in der Startliste ein und muss ein Startgeld leisten. Danach ist man offiziell zugelassen zum Training.
Je nach Meisterschaft bzw. Veranstalter, findet das Training für jede Kategorie zwischen 7 Uhr und 12 Uhr statt. Meistens hat man 10 Minuten Zeit um die Strecke kennenzulernen und sich kurz aufzuwärmen. Nach den 10 Minuten, wird vom Zeitnehmer die grüne Fahne am Sportleiterbus neben der Strecke, geschwenkt. Dort steht auch die Uhr, damit man weiß wie viel Zeit man noch hat.
Die darauffolgenden 15 Minuten (in anderen Kategorien 10,18, 20 oder auch 25 Minuten) findet das Zeittraining/ „Startaufstellung“ genannt, statt.
Die Startaufstellung richtet sich nach dem Schnellsten im Zeittraining. Er darf sich in den Rennläufen nach ganz vorne stellen, um sich den besten Startplatz am Startbalken zu suchen. Fortgesetzt wird mit dem Zweitschnellsten, dann der Drittschnellste usw.
In den meisten Verbänden/ Meisterschaften haben die Kategorien ein Zeittraining, welches obligatorisch ist, danach folgen zwei Wertungsläufe. Bei manchen Meisterschaften sind es übrigens sogar drei Wertungsläufe. Dazu komme ich nochmal genau am 18. Tag.
Der Wertungslauf beginnt nach Fall des Startgatters und dauert (in meiner Klasse) 15 Minuten. Nach Ablauf der Zeit, muss jeder noch eine Runde fahren. Erst danach ist der Lauf beendet.

Konzentration am eigentlichen Renntag ist nicht das Wichtigste. Es beginnt bereits bei der Vorbereitung die gesamte Woche über. Man sollte mindestens zwei, besser drei Tage vorher gut geschlafen, gegessen und viel getrunken haben. Nicht zu viel Sport aber auch nicht faulenzen, kann in der Woche sehr produktiv sein.
Man muss eine gute Balance finden, wie man sich optimal vorbereitet. Bei mir hat es sich auf zwei- bis dreimal die Woche Sport (Kondition- und Krafttraining) und durchschnittlich sieben bis acht Stunden Schlaf, eingependelt.

Zurück zum Renntag: nach dem ich nun also eine gute Startaufstellung beim Zeittraining „herausfahren“ konnte, drücke ich meinem Freund und Mechaniker mein Motorrad in die Hand, ziehe gemütliche Kleidung an und entspanne im Wohnmobil oder draußen im Schatten. Ich versuche mich ein wenig zu erholen und esse sowie trinke ausreichend. In der Zeit, spreche ich mit meinem Freund über Fahrfehler, Tipps und Fahrfehler von der Konkurrenz.
Mein Freund kümmert sich wie o.g. in der Zwischenzeit um das Motorrad. Eventuell müssen neue Reifen montiert werden (für mehr „Grip“), der Luftfilter gewechselt werden (wenn es sehr staubig, sandig oder schlammig ist) oder sogar ein Teil ersetzt werden.
Wenn danach noch genügend Zeit bis zum nächsten Wertungslauf ist, gehen wir gemeinsam zur Strecke und besprechen nochmals die schnellste Linie oder meine Fahrfehler aus dem Training.
Ein Renntag - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotEine Stunde bevor ich ans Startgatter rolle, beginne ich mich anzuziehen. Die Nervosität hält sich bis dato noch in Grenzen. Erst wenn ich im Vorstart stehe (dort stellen sich die Fahrer 10 Minuten vor Beginn nach Startaufstellung auf) bin ich etwas zappelig und könnte ständig Pinkeln Da bin ich aber nicht die Einzige, der es so geht. Sobald ich hinter dem Balken einen guten Startplatz gefunden habe, bin ich hochkonzentriert und vergesse die Welt um mich herum. Nach Fall des Gatters habe ich nur noch den typischen Tunnelblick. Außer meinen Freund, der am Streckenrand in der Helferbox steht und mich anfeuert oder Tipps zu ruft, sehe oder höre ich nicht viel.
Nach dem Wertungslauf beginnt die Prozedur mit umziehen, essen, trinken, erholen, über Fehler reden und Motorrad auf Vordermann bringen, von vorne. So sieht quasi jeder Renntag bei mir/ uns aus. Es richtet sich oftmals nach dem Wetter. Bei Regen greife ich meinem Freund meistens beim Putzen unter die Arme, da er es alleine in der Kürze an Zeit nicht schafft. Um so mehr hat er sich abends die große Portion Spaghetti dann verdient.
Bei Sonnenschein und warmen Wetter, ist es meist sehr entspannt und wir sitzen bei Eis und kühlen Getränken bei uns am Wohnmobil.
Wir haben übrigens ein Sunlight A70 . Seit Ende 2016 fahren wir nun damit zu fast jedem Rennen oder Training nach Italien. Allein die große Garage für unsere Motorräder ist Gold wert! Wenn ihr mehr Infos zu dem Wohnmobil wollt -> einfach per E-Mail an nina.heimbuechel@miradlo.de
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Hier findet ihr nochmals genauere Daten zum Rennablauf/ Startreglement. Es ist von einer der Meisterschaften, die ich bestreite.