Götterbote und Mülleimer

Über Zustelldienste und was alles so nicht klappt, liest man viel. Egal welcher Anbieter, ob DHL, Hermes, GLS, UPS, TNT, DPD oder die Post, Beschwerden kommen regelmäßig vor. Wir können es aus unserem Versanddepot betrachtet nicht an einem Zustelldienst festmachen. Nach unserer Erfahrung sind die Anbieter insgesamt alle soweit in Ordnung. Ausnahmen und Probleme kommen jedoch je nach Zustellern, vor allem bei Aushilfen hin und wieder vor.

Was wir bisher noch nicht gehört haben, war die Zustellung in eine Mülltonne. Die Südwest Presse Ulm berichtet darüber:
Vielleicht, so scherzt er, sollte er einfach ein Schild auf den Mülleimer kleben: „Bitte keine Pakete ablegen“.

Hermes und Müll, Hermesauto wird aufgeladen - Zustelldienste - miradlo Versanddepot Von allen Zustelldiensten gab es schon Berichte, dass etwas schief ging. Auch von der Post gab es schon Berichte, dass Briefträger Post wegwarfen statt zuzustellen.
Unterm Strich sind das jedoch Ausnahmen, überwiegend klappt die Zustellung bei allen Anbietern durchaus.

Kurz nach der Meldung mit Hermesfahrer stellt in Mülleimer zu, sah ich wie ein Hermesauto quasi erstmal Müll war. Zu dieser Geschichte daher ein passendes Beitragsfoto.

 

 

Elektrokleingeräte per Brief entsorgen – Tipp

Alte Mobiltelefone, Fernbedienungen oder andere Elektrokleingeräte können hier in Konstanz beim Wertstoffhof abgegeben werden. Hat man gerade mal mehr aussortiert und fährt sowieso dort hin, dann wird man kaum einen Brief  nutzen, um die Kleingeräte zu entsorgen.

Aber wenn gerade nur die Fernbedienung oder ein altes Handy zu entsorgen ist, kann der kostenlose Brief eine gute Alternative sein. Elektroschrott aller Art soll nicht weggeworfen werden, wir haben in Deutschland ein Elektro- und Elektronikgerätegesetz nach dem Elektroschrott wiederverwertet oder umweltfreundlich entsorgt werden soll.

Die Post bietet mit einem Verwertungsanbieter einen Service, um alte Handys, Computerbauteile, leere Druckerpatronen und kleinerer Elektroschrott per Brief entsorgt werden. Man druckt sich eine Electroreturn-Versandmarke aus und kann einen Brief bis zur Größe eines Maxibriefs verschicken. Der Brief kann einfach in den Briefkasten geworfen werden. Abgabe in einer Postfiliale ist ebenfalls möglich.

Das Versandetikett und die Anleitung gibt es bei der Post auf der Seite zu Electroreturn.

Elektrokleinteile per Brief kostenlos entsorgen - miradlo TippsIn der Anleitung wird genau erklärt, welche Größe, welches Gewicht möglich ist. Selbst ein Hinweis, vorher etwaige persönliche Daten auf den Geräten zu löschen, fehlt nicht.

Eine interessante Alternative um dazu anzuregen, Elektroschrott tatsächlich korrekt zu entsorgen.

Das PDF mit Anleitung und Etikett gibt es auch direkt zum Download. Passende Umschläge führen wir in unserem Versanddepot in Konstanz.

 

Post schickt frankierten, korrekt adressierten Brief zurück

Einen Brief verschicken, der innerhalb von zwei Tagen ankommen soll, ist normalerweise ja keine große Herausforderung. Der Brief war an sich auch am nächsten Tag an seinem Bestimmungsort. Nur offenbar sah der Zusteller das anders.

Korrekt adressierter und frankierter Brief kommt zurück und braucht sehr lange für den Rückweg, miradlo VersanddepotObwohl korrekt adressiert und frankiert, bekam der Brief den Hinweis: ‚Empfänger unter angegebener Anschrift nicht zu ermitteln‘, auf dem Stempel war das zwar nicht lesbar, aber mittels Recherche ließ sich herausfinden, was an dieser Stelle stehen sollte.

Der Brief hätte möglichst umgehend beim Empfänger sein sollen, stattdessen brauchte er für den Rückweg dann tatsächlich fast eine Woche. Ich hatte die Hoffnung ich könnte den mit einem weiteren Hinweis einfach erneut aufgeben und wollte möglichst umgehend eine Antwort. Erfahrungsgemäß antworten große Firmen wie die Post am ehesten umgehend in sozialen Medien. Für Pakete gibt es ein twitter-Konto, für Briefe schien die Facebookseite am aktivsten zu sein.

Ich war sauer, wegen des Briefs, schaute mich jedoch trotzdem kurz um, wie andere Fragen stellen und welche Antworten es auf der Seite von Deutsche Post auf facebook gab. Obwohl ich sauer war, war ich irritiert in welch üblem Stil manche fragten und sich dann wunderten, wenn sie keine Antwort bekamen. Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund nicht wenigstens höflich zu bleiben. Ich fragte also die Post auf Facebook:

Hallo, könnt ihr mir das erklären und weiterhelfen?
1. Warum kommt der Brief zurück?
2. Warum braucht er für den Rückweg von Samstag bis Freitag?
3. Kann ich den so dem Briefträger wieder mitgeben und auf Zustellung hoffen?
Danke vorab.

Das Sorry, der Post war nett zum zurückgeschickten Brief mit langer Rücklaufzeit, miradlo VersanddepotDie Antwort kam recht prompt, wenn auch inhaltlich nicht wie erhofft:
Hallo, es tut mir sehr leid, dass der Brief wieder an Sie zurückgeschickt wurde. Wie es dazu kommen konnte, kann ich Ihnen an dieser Stelle nicht sagen, gehe aber davon aus, dass der Brief in die manuelle Sortierung ging, da die Frankierzone nicht beachtet wurde (oben rechts). Damit ich die zuständigen Kollegen vor Ort hierüber informieren und eine Lösung für das Porto gefunden werden kann, bitte ich Sie, eine E-Mail an facebook@deutschepost.de mit dem Rücksendedatum, Ihrem Facebook-Namen und dem Zeitpunkt Ihres Beitrags. Damit der Brief wieder verschickt werden kann, muss er leider erneut frankiert werden. Viele Grüße

Ich antwortete nochmal:
Danke für die Antwort.
Aber:
Ihr erhöht _viermal_ in vier Jahren das Porto immer mit irgendwelchen Ergänzungsmarken, die vom Automat für 2 Cent sind deutlich größer und waren für kleine Briefe nicht nutzbar.
Dann geht es um die korrekte Frankierzone, d.h. die Ergänzungsmarken sind nur nutzbar, falls es die kleine Sorte aus der Filiale ist und nur für genau eine andere Briefmarke, sonst passt es nicht.
Am 18. findet jemand es ist die falsche Adresse laut dem was wohl auf dem Stempel stünde, wenn er lesbar gewesen wäre.
Dann dauert es fast eine Woche bis der Brief wieder hier ist.
Und am Ende muss ich ihn neu frankieren, also öffnen, neuer Umschlag, neu beschriften und nochmal zahlen. Wenn ich Glück habe findet der Zusteller dann dieses Mal den Empfänger, wenn ich Pech habe, bekomme ich den Brief Ende nächster Woche mit einem erneuten ‚Sorry, bitte neu frankieren‘ zurück?
Mal ehrlich, mit Service hat das nichts mehr zu tun.
Aber E-Mail geht raus.

Frankierzone

Bis zu einem gewissen Grad, verstehe ich eine Frankierzone um automatische Sortierung zu ermöglichen. Aber in den letzten Jahren gab es keine Chance die passenden Briefmarken zu haben, wenn man nicht ständig größere Mengen Briefmarken braucht:

  • 55 Cent 2012, die 55 Cent waren 15 Jahre stabil
  • 58 Cent 2013, 3 Cent-Marke Ergänzungsmarke nötig
  • 60 Cent 2014, 2 Cent-Marke Ergänzungsmarke nötig
  • 62 Cent 2015, 2 Cent-Marke Ergänzungsmarke nötig
  • 70 Cent 2016, 8 Cent-Marke Ergänzungsmarke nötig

Entschuldigungsbrief der Post

Der zweite Versuch den Brief zu verschicken klappte wie erhofft und kam an. Ich schrieb auch, wie auf Facebook vorgeschlagen, noch eine E-Mail mit der Geschichte und den Hinweisen auf Facebook.
Nach einigen Tagen kam ein Entschuldigungsschreiben und es war ein kleines Briefchen 70-Cent-Marken dabei.

Unterm Strich war es zwar ärgerlich, aber zumindest war die Reaktion am Ende recht erfreulich. Höfliches Nachhaken lohnt sich immer mal wieder.

Lieferroboter der schweizer Post – Elektroautos der deutschen Post – Soziale Medien

Screenshot Lieferroboter, CH-Post und Video DPDHL - miradlo Versanddepot, die LieferadresseKürzlich warb die deutsche Post, DPDHL mit Elektroautos unter anderem auf twitter. An sich ein moderner Schritt und sicherlich eine gute Sache. Allerdings, wie sie selbst auf Facebook mit Foto schrieben, war das erste elektrische Postfahrzeug nicht 2016, sondern bereits 1908 unterwegs.

Allerdings klang es nicht mehr ganz so toll, als ich nahezu zeitgleich von den selbstfahrenden Lieferrobotern der schweizer Post las. Auch die schweizer Post schrieb unter anderem auf twitter. Auch die nzz berichtete über Pöstler ohne Hand und Fuß.

Zwar nicht mit einem Lieferroboter, aber ein Video von einem düsenden Postfahrzeug hat auch DPDHL zu bieten.

Die schweizer Lieferroboter können übrigens sogar den ÖPNV nutzen und üben gerade Tram zu fahren.

Die Nutzung der sozialen Medien ist mittlerweile auch bei den traditionellen staatlichen, bzw. ehemals staatlichen Unternehmen angekommen und wird genutzt. Die deutsche Post war bis 1995 staatlich, die schweizer Post ist bis heute ein staatliches Unternehmen.

Briefträger nimmt frankierte Briefe direkt mit

Briefe gibt es ja insgesamt heutzutage viel weniger. Vieles wird heute per E-Mail geklärt, statt auf Papier.
Auch in Paketen unserer Kunden findet sich kaum mal noch eine gedruckte Rechnung, noch seltener kommt diese als einzelner Brief.

Briefkasten Briefe einwerfen, Leerung, Briefträger - miradlo Versanddepot KonstanzSelbst Briefe verschicken ist mittlerweile ebenfalls selten geworden, es gibt ja viele andere Kommunikationswege, auch im privaten Bereich.

Doch ab und zu muss doch mal ein Brief verschickt werden. Häufig bei offiziellen Kontakten mit Behörden, Versicherungen und ähnlichem.

Den Brief schreiben, eventuell etwas ausdrucken oder kopieren, adressieren und mit Briefmarke versehen, das geht ja quasi nebenbei. Doch dann liegt da der frankierte Brief und es gibt keinen „Senden“-Knopf.

Briefkästen sind selten geworden

Briefkästen haben ja mittlerweile schon fast Seltenheitswert. Während es früher an jeder Ecke einen Briefkasten gab, muss man heute schon überlegen, wo ein Briefkasten steht und wie sich das mit anderen Wegen verbinden lässt. So ein Brief in einer Tasche hat dann auch mal die Tendenz, länger in der Tasche zu bleiben, weil man im passenden Moment gerade nicht dran dachte, dass man den Brief noch einwerfen wollte. Manchmal wird er der Briefkasten nicht geleert, wann man es erwartet hätte. Wobei Konstanz sicher zu den wenigen Städten gehört, in denen die Fasnet sich auch auf Briefkästen bezieht, wie auf dem einen Foto.

Briefkasten hat Fasnet, keine Briefe einwerfen, keine Leerung, Briefträger - miradlo Versanddepot KonstanzIm privaten Bereich kennt man oft den eigenen Briefträger gar nicht mehr, weil man nicht Zuhause ist, wenn die Post zugestellt wird. Bei uns im Laden ist das anders, denn viele kleine Warensendungen bringt der Briefträger und nicht der Paketbote. Zu uns kommt der Briefträger daher täglich, er hat immer irgendwas dabei.

Guter Service der Post

Ursprünglich war die Frage an den Briefträger eher scherzhaft gemeint, ob er nicht auch Briefe mitnehmen könnte. Doch tatsächlich ist es wirklich so, wenn ein Brief vollständig frankiert und fertiggestellt ist, dann nimmt der Briefträger ihn mit. Seither ist Briefe verschicken lange nicht mehr so nervig, denn Briefe legen wir am Vortag zurecht und wenn der Briefträger kommt, geben wir ihm unsere Briefe einfach mit.

Es klappt super und vereinfacht Briefe zu verschicken sehr. Natürlich geht das nur, wenn man den Briefträger eben auch regelmäßig sieht. Bei uns ist das sechsmal die Woche der Fall, jeder Brief geht also sofort raus. Wer nicht gerade Zuhause im Reihenhaus arbeitet und den Briefträger deshalb täglich sieht, hat natürlich wenig davon, dass die Post mitgenommen werden würde.

Für uns war es jedenfalls ein sehr unerwarteter Service, über den wir uns immer wieder freuen, wenn ein Brief verschickt werden soll.