Wie funktioniert die Mwst-Rückerstattung in einem Onlineshop?

Scheine, Münzen, 100 euro 19 € mwst

Artikel aktualisiert: am 29.03.2017
Beim Einkauf in deutschen Geschäften vor Ort, wird ja meist dort ein grüner Ausfuhrschein ausgefüllt, um sich die deutsche Mehrwertsteuer als Bewohner der Schweiz erstatten zu lassen. In Grenznähe sind die Händler vor Ort an den Umgang mit Mehrwertsteuererstattungen gewöhnt.

Beim Einkauf im Internet sind die Anbieter nicht immer auf Anfragen zur Mehrwertsteuerrückerstattung eingerichtet.
(Stand 11.9.2015 verweigert der deutsche Zoll die Ausfuhr in die Schweiz zu bescheinigen, siehe: Keine Mehrwertsteuerrückerstattung am Zoll bei online-Einkäufen) Aktualisiert: Seit dem 14. Oktober 2015 stempelt der Zoll wieder wie gewohnt.

Onlineshop vor der Bestellung wegen Ausfuhrschein ansprechen

Der Ausfuhrschein sollte auch bei Internetbestellungen vom Händler ausgefüllt werden. Daher sollten sich Kunden immer vor der Bestellung an den Verkäufer wenden um zu klären, ob die Mwst-Rückerstattung angeboten wird und wie der Ablauf ist.

Was braucht man für eine Mehrwertsteuerrückerstattung?

Scheine, Münzen, 100 euro 19 € mwstMeistens genügen Ausfuhrschein und abgestempelte Rechnung. Aber das
sollte auf jeden Fall vor der Bestellung mit dem jeweiligen Shop
besprochen werden.

Händler sind nicht zur Mehrwertsteuerrückerstattung verpflichtet.

Schon deshalb ist es sinnvoll vorab zu klären, ob ein Verkäufer die Mehrwertsteuer rückerstattet und falls ja mit welchen Unterlagen.

Was der jeweilige Händler ausstellt und welche Unterlagen er haben möchte, um die Mehrwertsteuer zu erstatten, kann sich unterscheiden. Daher sollten Kunden das mit einem Händler immer vor der Bestellung klären.

Rechnung des Online-Shops

Die Rechnung, die nötig ist, um die Ware auszuführen, liegt oft nicht im Paket.

Manche Händler legen gar keine Papierrechnung bei.

Es kann auch vorkommen, dass der Händler die Rechnung zwar auf Papier verschickt, allerdings in einem eigenen Brief. Wird die Rechnung extra verschickt, ist es nicht sicher, ob die Rechnung zeitgleich mit dem Paket eintrifft.

Für die Ausfuhr ist die Rechnung jedoch immer nötig.

Die Rechnung sollte vor Abholung Zuhause ausgedruckt werden. Nur dann ist es sicher, dass die Rechnung bei der Ausfuhr auf jeden Fall dabei ist.

Anleitung mancher Händler

Manche Händler haben bereits eine Anleitung, wie sie die Mwst-Rückerstattung handhaben.

amazon.de bietet das beispielsweise für seine eigenen Produkte an und
liefert eine Anleitung.

Falls es jedoch ein Artikel aus dem Marketstore ist,
dann muss es wieder mit dem jeweiligen Verkäufer abgeklärt werden.

Am deutschen Zoll

Der deutsche Zoll bestätigt die Ausfuhr. Dafür muss jedoch folgendes erfüllt sein:

  • der Wohnort Schweiz muss nachgewiesen werden
    • z.B. durch Wohnortangabe im Ausweis
  • Rechnung der Waren muss vorliegen
    • bitte vor Abholung mit dem Händler klären, ob die Rechnung beiliegt oder selbst vor Abholung ausgedruckt werden muss
  • die Ware muss erstmals eingeführt werden
    • an einem Tag einführen und an einem anderen Tag erst bestätigen lassen, ist nicht möglich
  • der Ausfuhrschein muss ausgefüllt worden sein, (im Onlinehandel, eine vollständige Rechnung mit schweizer Rechnungs- und deutscher Lieferadresse)
    • den Ausfuhrschein muss der Händler ausstellen (im Onlinehandel genügt die Rechnung mit CH-Rechnungs- und D-Lieferadresse)
      • der Händler bekommt einen Beleg (früher Ausfuhrschein) siehe auch zoll.de, auf der Seite steht der Hinweis: „(…) Dies gilt auch, wenn die online bestellte Ware vor Abholung versandt wird (z.B. an eine Packstation). In diesen Fällen wird die Rechnung bei Vorliegen aller Voraussetzungen als Ausfuhrnachweis mit einem Dienststempelabdruck (EG-Dienstsiegel) versehen, der den Namen der Zollstelle und das Datum enthält.
    • ob die korrekte Rechnung beiliegt oder gegebenenfalls vor Abholung selbst ausgedruckt werden muss, bitte vor Abholung mit dem Verkäufer klären

Liegt alles vor, so bestätigt der Zoll die Ausfuhr.

Die Bestätigung bekommt der Händler, sowie etwaige weitere Unterlagen, wie im Vorfeld abgeklärt.

Am schweizer Zoll

Ob am schweizer Zoll dann wieder ein Teil der gesparten Mehrwertsteuer bezahlt werden muss, hängt vom Warenwert ab. Welche Regeln bei der Einfuhr in die Schweiz gelten, steht auf den Seiten der ezv.admin.ch (Eidgenössische Zollverwaltung).

Mehrwertsteuer durch einen „Steuerfrei-Anbieter“

Mehrwertsteuerfirmen, wickeln das für manche Händler und Online-Shops ab. Da ist allerdings mit teils hohen Gebühren zu rechnen, von den ursprünglichen 19% Mwst, können da auch mal sieben oder acht Prozent an Gebühr erhoben werden, siehe auch Artikel hierzu bei comparis.ch.

Bei Händlern wie Aldi, ist es nur über solche Firmen möglich, sich die Mehrwertsteuer abzüglich Gebühr erstatten zu lassen.

Lieferadresse XY ist aber kostenlos…

Pakete kostenlos abholen - das gibt es nicht bei Lieferadressen

Schaut man sich bei den Anbietern von Lieferadressen um, steht bei manch einem Anbieter:
kostenlos!

Warum also für etwas bezahlen, wenn es auch kostenlos angeboten wird?

  • Kostenlos gibt es die Registrierung für wohl jede Lieferadresse.
  • Kostenlos nehmen Bekannte, Verwandte oder Freunde in Deutschland ein Paket für ihre schweizer Kontakte an. Klar unter Freunden zahlt man nicht, da nimmt der eine mal ein Paket an, die andere bringt mal schweizer Schokolade mit.
  • Kostenlos bei gewerblichen Anbietern gibt es nicht.

„Anbieter XY wirbt aber mit kostenlos.“

Ja, manch ein Anbieter wirbt mit Sätzen wie:

Doch bei genauerem Lesen stimmt beides so nicht.

Traditionelle Lieferadressen wie das miradlo Versanddepot nehmen Pakete an. Sie haben meist eine Preisliste mit den verschiedenen Sendungsgrößen, so kann man vorab abschätzen, wie viel ein Paket voraussichtlich kosten wird.

Je nach Sendung und Abholungszeitraum ist mal der eine, mal der andere Anbieter günstiger.

Aber Anbieter XY schreibt kostenlos und Garantiert

Pakete kostenlos abholen - das gibt es nicht bei LieferadressenJa, aber kostenlos heißt nur, es gibt keine Preisliste nach Sendungsgröße. Solche Anbieter werben mit Übernahme der Mehrwertsteuerrückerstattung. Von dieser Erstattung behalten sie Gebühren ein. Je nach Warenwert eines Pakets unterscheidet sich die Gebühr.

Statt Preisliste nach Sendungsgröße ist das eine Preisliste nach Warenwert.

Garantiert wird die Rückerstattung für die Fälle, in denen es Kunden auch selbst vom  Händler einfordern könnten. Das Warten am Zoll, um die Ausfuhrbescheinigung hierfür stempeln zu lassen, bleibt auch bei solchen Anbietern, Sache des Kunden.
(Stand 11.9.2015 verweigert der deutsche Zoll die Ausfuhr in die Schweiz zu bescheinigen, siehe: Keine Mehrwertsteuerrückerstattung am Zoll bei online-Einkäufen) Aktualisiert: Seit dem 14. Oktober 2015 stempelt der Zoll wieder wie gewohnt.

Manch ein Anbieter wirbt damit alles zu übernehmen, die Mehrwertsteuer zu erstatten und günstiger als eine traditionelle Lieferadresse zu sein.

Ja, je nach Sendung und Warenwert kann mal eine Gebühr nach Warenwert günstiger sein, mal eben die nach Sendungsart und Sendungsgröße.

Ablauf bei Anbietern nach Warenwert

Vergisst man das abgestempelte Ausfuhrdokument an den Anbieter zu senden, gibt es keine Erstattung. Die Gebühren werden also nach Warenwert der Sendung fällig. Da alles über die Adresse dieser Anbieter läuft, kennen die natürlich auch den jeweiligen Warenwert.

Beispiel mit einem Einkauf von 40 €

  • Die Anbieter nach Warenwert, erwarten eine Vorauszahlung von 10,90 CHF
  • Läuft alles glatt bietet der Anbieter eine Mehrwertsteuererstattung von 9,75 €
    (Stand 11.9.2015 verweigert der deutsche Zoll die Ausfuhr in die Schweiz zu bescheinigen, siehe: Keine Mehrwertsteuerrückerstattung am Zoll bei online-Einkäufen) Aktualisiert: Seit dem 14. Oktober 2015 stempelt der Zoll wieder wie gewohnt.
  • Gesamtkosten also 41,15 CHF oder Euro sagt der Anbieter (welcher Kurs gegebenenfalls gilt, müsste erfragt werden)
  • Ein traditonelle Lieferadresse sei teurer, weil ein Paket ja bei Abholung koste. Traditionelle Lieferadressen nehmen allerdings Pakete aller Art an, nicht nur eckige Pakete.
  • Klappt die Mehrwertsteuerrückerstattung nicht, dann kostet das Paket mit 40 € zusätzlich, die vorab überwiesenen 10,90 CHF. Für diesen Preis bekommt man bei den traditionellen Lieferadressen, je nach Größe mehrere Pakete.

 Beispiel mit einem Einkauf von 400 €

  • Die Anbieter erwarten keine Vorauszahlung.
  • Zollfreigrenze von 300 CHF ist überschritten, dem Zoll müssen also 30,49 CHF bezahlt werden. Sonst gibt es ja auch keine Ausfuhrbescheinigung.
  • Läuft alles glatt bietet der Anbieter eine Mehrwertsteuerrückerstattung von 36,25 CHF
    (Stand 11.9.2015 verweigert der deutsche Zoll die Ausfuhr in die Schweiz zu bescheinigen, siehe: Keine Mehrwertsteuerrückerstattung am Zoll bei online-Einkäufen) Aktualisiert: Seit dem 14. Oktober 2015 stempelt der Zoll wieder wie gewohnt.
  • Gesamtkosten also 394,24 CHF oder 394,24 Euro schreibt ein Anbieter (wieder müsste erfragt werden, welcher Kurs gegebenfalls gilt)
  • Laut Anbieter würde das Paket bei einer traditionellen Lieferadresse mindestens 434,40 € kosten. Denn da koste es ja bei Abholung immer und sei somit teurer.
  • Klappt die Mehrwertsteuerrückerstattung nicht, dann kostet das Paket mit 400 € zusätzlich zu den Zollkosten, dort nachher auch die Nachzahlung von  11,90 CHF.
  • Für diesen Preis bekommt man bei den traditionellen Lieferadressen, je nach Größe mehrere Pakete.

Regeln bei Anbietern nach Warenwert

  • Bestellungen bei solchen Anbietern sind nur über den Anbieter möglich, es muss eine E-Mail-Adresse des Anbieters genutzt werden. Weder der eigene Name noch die eigene Adresse sollen dem Verkäufer mitgeteilt werden.
  • Bestellungen sind nur mit Vorkasse möglich, weder auf Rechnung noch per Nachnahme nimmt der Anbieter an.
  • Auch bei diesen Anbietern muss sich der Kunde selbst davon überzeugen, ob der Verkäufer überhaupt eine Mehrwertsteuerrückerstattung anbietet. Denn wenn es beispielsweise ein privater Verkauf ist, dann gibt es keine Erstattung.
  • Falls die Bestellung nicht wie vom Anbieter gefordert verpackt ist, nimmt dieser sie nicht an.
  • Pakete brauchen bei diesen Anbietern 2 Tage Verarbeitungszeit, dauern also immer länger, als bei einer traditionellen Lieferadresse.
  • Bei Bestellungen unter 60 € muss immer vorab an den Anbieter eine Gebühr bezahlt werden.
  • Der Kunde steht trotzdem am Zoll und muss das Ausfuhrdokument abstempeln lassen.

Lieferadressen sind nicht kostenlos

Kostenlos ist also kein Anbieter, auch nicht die, die nach Warenwert abrechnen. Welcher Anbieter günstiger ist, hängt weiterhin von der Sendung ab.

Kunden, die bei jeder Sendung genau recherchieren und eine Kombination aus mehreren Lieferadressenanbietern nutzen, kommen sicher auf den günstigsten Preis. Dafür müssen sie eben selbst vor jeder Bestellung prüfen, welches, voraussichtlich die günstigste Version ist und dementsprechend mal bei diesem, mal bei jenem Anbieter bestellen.

Viele Kunden wollen jedoch nicht vor jeder Bestellung, den aktuellen Stand der Preise mehrerer Anbieter prüfen. Sie entscheiden sich nach einigen Tests für einen Anbieter, selbst wenn sie mal bei einer Sendung woanders zwei, drei Euro gespart hätten.

Selbst entscheiden

Wir vom miradlo Versanddepot wollen ein insgesamt so kundenfreundliches und nachvollziehbares Angebotspaket bieten, wie möglich. Wir freuen uns, wenn wir damit manche Kunden gewinnen können. Wir können und wollen jedoch nicht für jeden Fall mit dem günstigsten Preis aller Anbieter werben.

miradlo-Versanddepot ist die Lieferadresse Deutschland

miradlo versanddepot - Die Lieferadresse in Konstanz - Mo-Sa 8-23 Uhr steht auf dem Schaufenster

Mit dem miradlo-Versanddepot haben Schweizer Kunden die Möglichkeit eine Postanschrift in Deutschland zu erhalten. Für viele Postsendungen ist dies eine kostengünstige und einfache Lösung.

Inzwischen gibt es das miradlo-Versanddepot seit fast zwei Wochen, und seit heute steht das auch auf dem Schaufenster:

miradlo versanddepot  Die Lieferadresse in Konstanz

Mo – Sa 8 – 23 Uhr

ab September 2017:
Di – Sa 8 – 23 Uhr

Das Foto zeigt, wie es heute um kurz nach 22 Uhr bei uns aussah. Morgen wird die Dekoration im Schaufenster noch ergänzt.
miradlo versanddepot - Die Lieferadresse in Konstanz - Mo-Sa 8-23 Uhr steht auf dem Schaufenster
Warum ist das miradlo-Versanddepot nützlich?

  • Für manche Lieferungen muss ansonsten ein Postfach eingerichtet werden. Dies ist aufwändig und unflexibel.
  • Viele Unternehmen verlangen eine Postanschrift in Deutschland, oder im EU-Raum damit sie überhaupt liefern.
  • Durch die langen Öffnungszeiten (Montag bis Samstag von 8:00 bis 23:00 Uhr ab September 2017 Di-Sa von 8-23 Uhr) ist der Zugriff auf die Lieferungen prinzipiell immer möglich.
  • Auch Briefe können kostengünstig an die Lieferadresse gesendet werden.
  • Das Verpackungsmaterial kann direkt im miradlo-Versanddepot entsorgt werden.
  • Durch den starken Franken sind Bestellungen im EU-Raum extrem günstig geworden.
  • Die Mehrwertsteuer kann oft an der Grenze zurückgefordert werden. (Stand 11.9.2015 verweigert der deutsche Zoll die Ausfuhr in die Schweiz zu bescheinigen, siehe: Keine Mehrwertsteuerrückerstattung am Zoll bei online-Einkäufen)

Da Konstanz immer eine Reise wert ist, können die Kunden des miradlo-Versanddepots das reichhaltige Angebot an Läden, Kneipen und Kinos nutzen und je nach Belieben ihre Postlieferungen, dann abholen, wenn es für sie gut passt.