Pakete in den Kofferraum liefern lassen

Das Auto wird zur mobilen Lieferadresse für Pakete. Zumindest im Großraum München wollen DHL, Amazon Prime und Audi einige Monate ein solches Testprojekt starten. Die Idee ist interessant, wenn der Zustelldienst den exakten Standort des eigenen Fahrzeugs kennt und Zugriff auf den Kofferraumschlüssel hat, können Sendungen einfach ans eigene Auto zugestellt werden.

Pakete direkt in den Kofferraum liefern lassen, je nach Kofferraumgröße auch zusätzlich zu bereits eingeladenen Einkäufen.Eine Pressemitteilung von DHL berichtet heute ausführlich darüber. Ich las zunächst den Hinweis darauf und hatte einige Fragen, die im Artikel zumindest teilweise beantwortet werden.

  • Wie findet der Zusteller das Auto?
    • Eine Smartphoneapp zeigt den Standort, da fährt der Zusteller hin. Hat er eingeladen, gibt es eine Benachrichtigung, die Sendungsverfolgung klappt also auch hier.
  • Wie geht es mit umladen, muss dann jemand da sein?
    • Die App ermöglicht das Öffnen und Wiederverschließen des Kofferraums.
  • Wie ist es wohl mit unpassendem Wetter für Lieferungen?
    • Ähnlich wie bei Packstationen, da muss man selbst dran denken, was möglich ist und was nicht.

Betrachte ich mal den optimalen Fall, dann ist es auf jeden Fall eine tolle Idee. Wer morgens sein Fahrzeug abstellt und arbeiten geht, hat abends das Paket im Kofferraum.

Pakete direkt in den Kofferraum liefern lassen, die Lieferadresse ist das eigene Auto, nicht irgendeine PackstationMir fallen noch einige Punkte ein, die problematisch sein könnten, aber dafür sind Testphasen ja da.

  • Angenommen das Auto wird bewegt, weil jemand von einem Kunden zum nächsten unterwegs ist, dann ist die Frage, gibt es da eine Lösungsidee oder muss das Fahrzeug für einen gewissen Zeitraum sicher am ursprünglichen Platz bleiben.
  • Falls der Kofferraum nicht leer ist, wie sanft gehen Zusteller beim Umladen mit etwaigen anderen Sachen um? Privat gepackte Einkäufe sind sicher nicht so stabil verpackt wie die Sendungen, die verschickt werden.
  • Je nach Wetter, sind manche Sendungen eher keine gute Idee und sobald es draußen feucht ist, lässt sich auch Feuchtigkeit an der Sendung und anschließend im Kofferraum nicht vermeiden.
  • Natürlich kann jemand auch Bedenken haben, weil das eigene Fahrzeug damit eben geortet ist. Bei einem freiwillig wählbaren Service, sehe ich da jedoch kein Problem, es muss ja nicht genutzt werden.
  • Ein Kofferraum der per App geöffnet werden kann, ist natürlich ein Spezialfall und wird vorerst nur in wenigen Fahrzeugen möglich sein.
  • Ein gewisses Vertrauen, dass der Zusteller das Fahrzeug auch wieder ordentlich verschließt, muss natürlich ebenfalls vorhanden sein.

Je nach Wetter, kann es für Zusteller herausfordernd sein Pakete in gutem Zustand direkt in den Kofferraum zu liefern Jedoch trotz einiger Herausforderungen, insgesamt eine spannende weitere Entwicklung, die dem Onlinehandel sicherlich hilft. Das Internet der Dinge kommt so wieder ein Stück näher.

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