Meine Vorbilder – Motocross-Adventskalender

Meine Vorbilder Courtney Duncan - Nina Heimbüchel - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot

Meine Vorbilder
In meiner bisherigen Zeit im Motorsport, traf ich den ein oder anderen Profifahrer. Wie jeder andere Mensch, habe auch ich meine Idole beim Motocross. Es ist gut, wenn man ein persönliches Vorbild hat, zu dem man immer hinauf schaut. Sie motivieren einen und lassen den Ehrgeiz wachsen.

Meine Vorbilder Ken Roczen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotEins meiner größten Vorbilder ist definitiv Ken Roczen.
Ken stammt aus Thüringen und wanderte vor Jahren nach Amerika aus, um sich zu 100% auf das Hobby zu konzentrierten bzw. später sogar sein Geld damit zu verdienen. Er fuhr 2015 für das Team RCH. Ein Teammitglied war u.a. der Ehemann, Carey Hart, der sehr bekannten Sängerin Pink.
2016 wechselte er dann zu HRC Honda.
Seinen, Ken Roczens, Werdegang sowie Informationen zu seiner Person findet ihr bei Wikipedia .

In Amerika hat Motocross einen ganz anderen Stellenwert. Es ist dort zwar kein Nationalsport wie Football oder Basketball, aber die Atmosphäre beim Motocross in Amerika, ist eine ganz besondere. Unendlich lange und große Strecken, ja richtige „Farmen“ gibt es dort. In einem Areal sind gleich fünf Strecken. Für unsere und die hiesigen Verhältnisse, unvorstellbar.
Den mutigen Schritt, nach Amerika auszuwandern, wagten schon viele. Ken ging seinen Weg, egal was andere sagten. Und mit diesem Mut, wurde er zu einem der erfolgreichsten Motocrossfahrer weltweit.
Anfang diesen Jahres, brach sich Ken bei einem Rennen den Arm. Allerdings so kompliziert, dass er mehrfach operiert wurde.
Es sah nach einer sehr langen Verletzungspause für ihn aus. Niemand rechnete mit dem schnellen Comeback.
Eines Tages überraschte er jedoch mit einem Foto in den sozialen Netzwerken, auf dem er wieder mit dem Motorrad trainierte.
Es konnte keiner so richtig glauben, doch er ist wieder zu 100% fit und bereitet sich ausgiebig auf die neue Saison vor.

Ein weiteres Vorbild ist für mich die Australierin Courtney Duncan. Sie fährt für das JCR Yamaha Racing Team.
Sie nahm letztes Jahr, 2016, zum ersten Mal an der Frauen-Weltmeisterschaft (WMX) teil. Ihr Fahrstil ist einfach unglaublich. Es sieht so einfach und unbeschwert aus, wenn sie über die Strecke „fliegt“. Am letztjährigen MXGP-WM-Rennen in Frauenfeld, konnte ich sie endlich persönlich kennen lernen. Meiner Meinung nach, ist sie eine der prominenten Personen im Motorsport, die mit ihrem Ruhm auf dem Boden geblieben ist. Sie nahm sich sehr viel Zeit für mich und andere Fans. Bei der WMX wurde sie 2016 trotz einiger Podestplätze, Fünfte in der WM. Dieses Jahr beendete sie die Saison auf dem dritten Platz.
Sie ist eine unglaublich starke Fahrerin und hat das Potenzial, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Bisher stand das Glück jedoch nicht auf ihrer Seite. Wir sind sehr gespannt, was sie 2018 erreichen wird.

Sieg und Niederlagen – Motocross-Adventskalender

Sieg und Niederlagen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot

Sieg und Niederlagen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot Sieg und Niederlagen
In unserem Hobby muss man auch mal mit schlechten Tagen und Rennen leben.
Schlechte Platzierungen, Stürze sowie Verletzungen gehören auch dazu.
Auch wenn Motocross eher zur Extremsportart zählt, bedeutet das nicht, dass wir ständig mit gebrochenen Knochen und gefährlichen Verletzungen im Krankenhaus liegen.
Oftmals ziehen wir uns blaue Flecken, kleine Schürfwunden und Prellungen zu. Aber wenn wir mal ehrlich sind: wie oft liest man, dass sich der Fußballstar XY einen Muskel- oder Kreuzbandriss zugezogen hat.
Jeder Sport hat halt einfach gewisse Risiken.
Um diesen vorzubeugen, muss man sich neben der eigentlichen Sportart (egal ob Motocross, Fußball, Handball, etc.) durch zusätzliches Kraft- und Ausdauertraining fit halten. Je mehr man in dieser Hinsicht macht, um so länger hält man sich auf dem Motorrad und schwächelt nicht, was zu schlimmen Stürzen führen könnte. Dazu berichtete ich bereits am Tag 16 ausführlicher.

Letztes Jahr zum Beispiel, musste ich leider auch eine kurze Verletzungspause einlegen.
Das Schlimme war für mich damals jedoch nicht die eigentliche Verletzung. Ich musste meine Führung in der Meisterschaft abgeben.

Sieg und Niederlagen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotBeim ersten Meisterschaftsrennen im Jahr 2016 in Wohlen, gewann ich beide
Wertungsläufe und konnte somit erstmals in Meisterschaftsführung gehen. Höchst motiviert und stolz auf diese Leistung, bereitete ich mich auf das kommende Rennen vor.
Es regnete und schneite allerdings die ganze Nacht. Eine Schlammschlacht vom Allerfeinsten war natürlich vorprogrammiert. Der Veranstalter gab sein Bestes um die Strecke in den besten Zustand zu bringen.
Im ersten Rennlauf stürzte ich jedoch aufgrund einer vor mir ebenfalls stürzenden Fahrerin. Schon beim Aufprall auf den Boden, bemerkte ich ein lautes Knacken. Ich hoffte, mich verhört zu haben und sprang sofort auf. Mein Freund war in der Zeit dazu geeilt und hob mir das Motorrad auf. So schnell es ging, trat ich die Maschine an und wollte weiterfahren. Da merkte ich allerdings, dass irgendwas mit meinem Arm nicht stimmte.
Kurze Zeit später, saß ich im Krankenwagen und bekam die Diagnose „Armbruch“. Durch eine gute Physiotherapie und genügend Genesungszeit, konnte ich bereits drei Monate später wieder mit dem Training beginnen.

Sieg und Niederlagen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotGlücklicherweise verpasste ich in der ganzen Verletzungspause, nur ein einziges Rennen. Nach dem Unfall, konnte ich noch vier weitere Rennen mitfahren und stand jedes mal auf dem Podest.
Am Jahresende verpasste ich mit wenigen Punkten, knapp das Podium an der Meisterfeier. Ich wurde Viertplatzierte in der Damenklasse des SAM (Schweizer Auto- und Motorradfahrer Verband).
Auf diese Leistung bin ich dennoch stolz. Man darf niemals den Kopf in den Sand stecken und sollte stattdessen für seine Ziele und Träume kämpfen. Jede, nicht nur diese Sportart leben schließlich von Motivation und Ehrgeiz.

Besonderes Rennen Teil 2 – Motocross-Adventskalender

Header Besonderes Rennen Teil 2 - Schlammrennen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot

Besonderes Rennen Teil 2

Schlammrennen Wängi Oktober 2012

Besonderes Rennen Teil 2 - Schlammrennen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotIch war schon das ein oder andere Rennen im Schlamm gefahren und machte mir keine Sorgen über das Europameisterschafts-Rennen in Wängi,  Schweiz. Doch es kam anders, als ich dachte.
Meinen Freund lernte ich ein Jahr zu vor (2011) kennen, woraufhin er mich für 2012 zum Rennen einlud. Ich nahm mir die ganze Woche frei, um beim Aufbau zu helfen. Für Sonntags am geplanten Rennwochenende, war jedoch Regen angesagt. Wir führten es dennoch durch. Es regnete die ganze Nacht und den kompletten Sonntag durch.
Besonderes Rennen Teil 2 - Schlammrennen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotUnser Clubpräsident entschied sich, die Rennen für die Kinder abzusagen und nur noch die erfahrenen Klassen, zu denen auch wir Frauen zählten, starten zu lassen. Anfangs war ich noch munter und machte mir keine Sorgen. Im Training musste ich allerdings feststellen, dass der Schlamm in der Schweiz viel klebriger war und ich damit kaum zurecht kam. Trotz der zahlreichen Tipps durch meinen erfahrenen Freund und das gesamte Team, fand ich mich beim Zeittraining eher im hinteren Feld der Rangliste wieder.
Das war sehr deprimierend, denn das ganze Dorf und viele Freunde aus der Schweiz kamen vorbei, um mich anzufeuern.
In den Rennläufen stürzte ich sehr sehr oft. Im zweiten Lauf bekam ich tatsächlich nur eine einzige Runde hin. Zum Glück war ich da aber nicht die Einzige.
Besonderes Rennen Teil 2 - Schlammrennen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotAn jeder Kurve standen Freiwillige, die uns Fahrerinnen halfen, das Motorrad aufzustellen oder anzutreten. Alles klebte und wurde sehr schwer. Man konnte sich kaum noch auf dem Motorrad halten. Die Handschuhe waren so rutschig, dass man sogar immer am Gasgriff abrutschte und unkontrolliert Gas gab. Das Motorrad aus dem Matsch zu befreien und wieder aufzustellen, war ein Riesenkraftakt. Durch den ganzen Schlamm der am Motorrad klebte, wog das Bike schnell 140 kg. Man brauchte ziemlich viele Verschnaufpausen wenn man stürzte. In den Pausen zwischen den Rennläufen kam man kaum mit dem Putzen hinterher. Alles war durchnässt und voller Dreck.
Besonderes Rennen Teil 2 - Schlammrennen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotDas Endergebnis war eine völlig fertige Nina, ein sehr dreckiges Motorrad und viel neue Erfahrung.

Den Tag bzw. dieses Rennen werde ich niemals vergessen. Von Kopf bis Fuß war ich mit blauen Flecken und Schürfwunden übersät. Zwei Tage darauf, flogen wir in den Urlaub ans Meer. Wir wurden am Strand relativ komisch angeguckt, da ich ja so „übel“ zu gerichtet aussah. Wir genossen aber dennoch die Sonne und ließen uns es gut gehen.

Meine Meisterschaften – Motocross-Adventskalender

Meine Meisterschaften - Nina - Fotograf: Mike Mazout, Belgium - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot

Meine Meisterschaften.

Meine Meisterschaften - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot Dieses Jahr konnte ich aus zeitlichen Gründen, leider nur zwei Meisterschaften bestreiten. Ich habe sie schon mehrfach in den letzten Tagen genannt:

Meine Meisterschaften - Nina - Fotograf: Mike Mazout, Belgium - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotDa ich sehr grenznah zur Schweiz wohne und mein Team in der Schweiz ist, habe ich mich dazu entschieden auch dort die Meisterschaften zu fahren. Beim SAM fahre ich nun in der kommenden Saison 2018, das dritte Jahr die Meisterschaft „Ladies“ mit. Es sind ca. 7-10 Rennen pro Jahr, die zur Meisterschaft zählen. 2017 war da leider eine Ausnahme, da sich viele Rennen mit anderen höherrangigen Meisterschaften überschnitten haben. Wenn eine höhere Meisterschaft am selben Tag oder auch Wochenende stattfindet (dazu zählen zum Beispiel der Swiss MX Women Cup, IMBA Europameisterschaft), zählt die regionale Meisterschaft nicht.

  • SAM Ladies (Schweizer Meisterschaft, zählt nicht, wenn z.B. Women Cup zeitgleich stattfindet)
  • DAMCV Damenklasse (Amateure Deutschland, zählt nicht, wenn z.B. IMBA zeitgleich stattfindet)
  • Swiss MX Women Cup
  • IMBA Europameisterschaft

Meine Meisterschaften - Nina - Fotograf: Mike Mazout, Belgium - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotWir sind an jedem Rennen ca. 10- 20 Damen und starten gemeinsam mit der Nachwuchsklasse. Mit den Jungs zu fahren, macht uns nichts aus. Wir kommen untereinander alle gut klar und sind fair zueinander. Das ist auch eine der Voraussetzungen, um an den Start zu gehen. In der Nachwuchsklasse starten nur Herren.
Man merkt allerdings die Fahrweise der Jungs, sie sind etwas „rabiater“ und gehen nicht so schnell vom Gas wenn man gemeinsam eine Kurve bzw. Spur ansteuert.
An jedem Rennen werden die drei Schnellsten mit einem Pokal und einem wunderschönen Blumenstrauß geehrt. Ich konnte dieses Jahr fünfmal unter die ersten drei Frauen fahren und aufs Podest klettern. Beim ersten Rennen in Wohlen (Aargau), stand ich sogar ganz oben auf dem Treppchen. Solch einen tollen Start in die Saison kann man sich nur wünschen.

Meine Meisterschaften - Nina - Fotograf: Mike Mazout, Belgium - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotBeim Swiss MX Women Cup starten an jedem Rennen mindestens 30 Damen! Das Niveau ist auch deutlich höher, denn es nehmen Damen teil, die auch in der Weltmeisterschaft mitfahren. Sie sind schneller, routinierter und fahren zum Teil mit besserem Material. All das, hat mich aber bisher nicht davon abgehalten, mitzukämpfen.
Es macht unglaublich viel Spaß, unter so vielen Frauen fahren zu können. Die meisten Strecken auf denen die Rennen stattfinden, sind größer und anspruchsvoller als bei den Amateurmeisterschaften. Insgesamt 10 Rennen fanden 2017 statt. Für die nächste Saison sind nochmals 10 Rennen geplant.
Schafft man es beim Rennen unter die ersten Fünf, erhält man sein Startgeld zurück. Manchmal bekommt man sogar noch ein kleines Präsent (diverses Öl, oder Bekleidung). Auch hier werden die ersten drei Fahrerinnen mit einem Pokal vor Ort geehrt.
In den Jahren zuvor, habe ich noch an zwei weiteren Meisterschaften teilgenommen:

Der DAMCV in Deutschland, ist die gleiche Meisterschaft wie der SAM in der Schweiz. Die Rennen aus der DAMCV Serie finden hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen statt. Es sind zwischen 5 und 10 Rennen jährlich. Auch beim DAMCV gibt es eine Damenklasse, an der ich früher regelmäßig teilgenommen habe. Mittlerweile bleibt mir nur Zeit für ein oder zwei Rennen.

Meine Meisterschaften - Nina - Fotograf: Mike Mazout, Belgium - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotAn der IMBA Europameisterschaft habe ich 2012 das erste Mal teilgenommen. Bis auf die Saison 2017 habe ich kein Rennen verpasst. Es war für mich dieses Jahr aus zeitlichen und finanziellen Gründen nicht möglich, Europameisterschaft zu fahren. Lediglich ein Rennen habe ich bestritten. Dort konnte ich zehnte von ca. 25 Frauen werden.
Bei dieser Meisterschaft nehmen acht Nationen teil: Deutschland, Schweiz, Belgien, Holland, Dänemark, Tschechien, England, Frankreich. Eigentlich wäre Italien noch dabei, allerdings ist bisher noch nie eine Italienerin mitgefahren. 2018 habe ich mir fest vorgenommen, wieder in der Europameisterschaft mitzumischen. Es macht viel Spaß, Mädels und Teams aus anderen Nationen kennenzulernen, gegeneinander zu kämpfen und bestehende Freundschaften aufrecht zu erhalten. An jedem Rennen wird man vor den Zuschauern vorgestellt, erhält kleine Präsente und ein wenig Preisgeld.
Nächste Saison finden EM- Rennen in der Schweiz (Wohlen, 15. April 2018), in Belgien (Koningshooikt, 03. Juni 2018), England (Norley, 24. Juni 2018) und in Deutschland (Kleinhau, 30. September 2018) statt.
(Fotograf der meisten Bilder dieses Beitrags: Mike Mazout, Belgien)

WM Rennen – Motocross-Adventskalender

WM Rennen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot

WM Rennen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotMein größter Wunsch ist es, einmal ein WM(X) Rennen zu fahren. WMX steht für Womens Motocross Championship. Sie ist der FIM (Fédération Internationale de Motocyclisme) angeschlossen.

Auf dieses Ziel arbeite ich sehr fokussiert hin. Es benötigt sehr viel Training und finanzielle Mittel, ehe man an solch einem besonderen Rennen teilnehmen kann. Und unabhängig von diesen Faktoren, möchte ich auch das Rennen erfolgreich bestreiten. Damit meine ich nicht, dass ich direkt ein Rennen gewinnen will, sondern einfach Spaß habe und mich qualifiziere.

WM Rennen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotEin WM Rennen beginnt samstags mit dem freien Training und direkt im Anschluss mit dem Zeittraining. Man hat gemäß FIM- Reglement, 40 Minuten Zeit die Strecke kennenzulernen und dann seine Startaufstellung herauszufahren. Es dürfen maximal 50 Fahrerinnen am Training teilnehmen. Zum ersten Wertungslauf zugelassen, werden jedoch nur 40 Frauen. Da wäre mein Ziel, mich für den Wertungslauf überhaupt zu qualifizieren.
Vor dem ersten Wertungslauf, gibt es für jede Fahrerin eine Einführungsrunde. Die Strecke ändert sich gerade am Rennen, unglaublich schnell. Wo im Training noch ein schöner gerader Absprung bei einem Sprung war, können dann Kanten oder Schlaglöcher sein. Um nicht schwer zu stürzen, können die Fahrerinnen sich nochmal einen Überblick über die aktuelle Piste verschaffen.
Sobald jeder die Runde gedreht hat, stellt man sich wieder gemäß der Startaufstellung auf, rollt ans Gatter und gibt sein bestes im Rennen. Wenn der Startbalken gefallen ist, muss jede Dame 20 Minuten inklusive zwei Runden fahren. Danach ist der erste Tag eines WM-Events geschafft.

WM Rennen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotSonntags gibt es morgens ein „Warm-up“ für ca. 15 Minuten. Wenig später hat man seinen zweiten Wertungslauf (ebenfalls wieder 20 Minuten plus zwei Runden). Die Platzierung ergibt sich aus beiden Rennläufen.
Um so ein Wochenende zu überstehen, benötige ich viel Training auf dem Motorrad, sowie ein entsprechendes Equipment. Hier spielt leider der finanzielle Faktor eine große Rolle.

Man muss einiges an Geld aufbringen, damit man an einem Rennen teilnehmen kann. Sollte man sich dann nicht qualifizieren, hat man viel gezahlt, fährt aber samstagmittags bereits wieder heim.
Um das zu vermeiden, muss ich mehr trainieren und sparen. Ich bleibe daher immer hart am Ball um mir den Wunsch zu erfüllen.

WM Rennen - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotDie Bilder stammen vom MXGP Frauenfeld. Dies ist ein sehr bekanntes und beliebtes WM Rennen in der Schweiz.

 

 

Kraft- und Ausdauertraining – Motocross-Adventskalender

Kraft- und Ausdauertraining - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot

Auch wenn es nicht so anstrengend aussieht, gehört Motocross eher zum Extrem- und Leistungssport.
Bereits oft wurde ich ausgelacht und bekam den Spruch zu hören ‚im Kreis fahren kann ja jeder‘. Doch als diejenigen dann selber einmal fahren durften, änderten sie ihre Meinung prompt. Am nächsten Tag beklagten sie sich über Muskelkater.

Kraft- und Ausdauertraining - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotEs wirken sehr viele Kräfte auf den Körper während man über Schlaglöcher und Bodenwellen fährt. Das Motorrad vibriert und rüttelt ordentlich während der Fahrt. Man braucht schon eine gewisse Grundkondition und Koordination, um sich ein paar Runden auf dem Motorrad zu halten.
Zwei Beispiele: In den Kurven muss man mit dem „äußeren Fuß“ Druck auf die Fußraste geben, während man den „inneren Fuß“ weit nach vorne (Richtung Vorderrad) ausstreckt. Außerdem hält man zeitgleich den äußeren Arm bzw. Ellenbogen hoch. Diese drei Punkte muss man beachten, wenn man flüssig durch die Kurve kommen möchte.
Wenn es sehr matschig und rutschig auf der Strecke ist, ist dein Gleichgewicht, die gesamte Kraft und Koordination gefragt. Für mich persönlich, ist solch ein Rennen am anstrengendsten.

Das Wichtigste ist, immer am Gas zu bleiben und zügig zu fahren, nur so kann man verhindern ins Schlingern und Rutschen zu geraten. Außerdem klemmt man das Motorrad im Stehen fest zwischen den Beinen ein, damit man mit dem gesamten Körper das Gleichgewicht halten kann. Im Matsch ist es viel besser und einfacher,  im Stehen zu fahren. Es ist aber eine Kopfsache, denn wenn es rutschig wird oder schlingert, will man sich hinsetzen, die Füße zum Abstützen benutzen und geht automatisch vom Gas. Genau das ist vollkommen falsch. Wie man das trainieren kann? Durch häufiges Fahren auf Sandstrecken und durch Gleichgewichtsübungen im Fitnessstudio.

Kraft- und Ausdauertraining - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotDamit ich ungefähr viermal 25 Minuten auf dem Motorrad durchhalte, mache ich neben dem Training auf dem Motorrad, Kraft- und Ausdauertraining.
Dazu habe ich mich hier in Konstanz in einem Fitnessstudio angemeldet und gehe meist einmal in der Woche dort trainieren. Nebenher gehe ich zweimal die Woche Joggen und fahre mindestens einmal die Woche mit dem Rennrad eine Tour. Meine Joggingrunden betragen zwischen 5 und 10 km. Radtouren fahre ich zwischen 40 und 60 km.
Wie ihr seht, liegt mein Hauptaugenmerk eher beim Ausdauertraining. Nicht weil ich das lieber mache, sondern weil ich sehr viel Ausdauer und Kondition benötige. Mein Krafttrainingsplan habe ich mir selbst erstellt. Dazu lasse ich mich gerne von anderen Spitzensportlern inspirieren. Zum Beispiel schaue ich mir über Youtube einige Workoutvideos an und setze mir so einen Plan zusammen.

Beim Krafttraining bevorzuge ich „Eigenkraft“-, Koordinations- und Gleichgewichtsübungen. Mein Tipp: nehmt weniger Gewicht, führt die Übung langsamer und dafür sauber aus.
Zwischendurch baue ich eine kleine Übung ein, die den Puls nach oben schnellen lässt. Schließlich habt ihr beim Fahren einen hohen Puls und benötigt konstant viel Kraft.

Ebenfalls wichtig ist es, eine Greifübung für die Fingerkraft zu machen. Dies dient dazu, dass ihr das Motorrad sicher in der Hand habt und lange auf dem Motorrad fahren könnt. Meiner Meinung nach, eignen sich die Schlingen-/ TRX Bänder hier sehr gut. Ich arbeite auch oft damit und kann nur positives berichten.

Ich habe euch ein kleines Video dazu herausgesucht, was ihr über ein solches Schlingentraining wissen müsst:

Meine Motorräder – Motocross-Adventskalender

Meine Motorräder - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot

Ich fahre seit zwei Jahren eine 250 CRF Honda (Viertakter). Davor bin ich jahrelang KTM gefahren. Angefangen habe ich auf einem kleinen Straßenmotorrad. Es war eine 85ccm Kawasaki. Das ist das Motorrad, auf dem ich hinter dem Haus eines Verwandten, meine ersten Erfahrungen machte. Sofort hatte ich Blut geleckt und wollte mehr.

Meine Motorräder - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotMit so einem Motorrad kann man jedoch nicht wirklich Crossfahren. Also stand zwei Wochen später mein erstes richtiges Motorrad in der Garage: eine 125ccm KTM, (Zweitakter),Baujahr 2003 (siehe Foto).

Mit dem Bike, lernte ich fortan Schalten, Anfahren und Kurven drehen. Ein halbes Jahr später, traute ich mich dann endlich auf die große Motocrossbahn in Kleinhau.
Dieses Motorrad hatte ich ungefähr 2 Jahre und bestritt sogar mein erstes Rennen damit (Weilerswist im Jahr 2007).

Meine Motorräder - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotIm Frühjahr 2009 bekam ich von einem guten Freund, ein super Angebot für eine neue 125ccm KTM, (Zweitakter), Baujahr 2008.
Ich schlug natürlich zu, denn das neue Motorrad ließ sich viel besser fahren, als der alte Hobel.
Meine Schwester begann plötzlich sich ebenfalls für das Hobby zu interessieren und kaufte mir mein erstes Motorrad ab.
Gemeinsam fuhren wir mit den Bikes einmal die Woche nach Kleinhau um dort zu trainieren.

2010 lernte ich einen Sponsor kennen, der mir ein neues Motorrad für ein paar Rennen zur Verfügung stellte. Das besondere an dem Motorrad war, dass es eine Viertakter-Maschine war. Zwischen Zweitaktern und Viertaktern, liegt ein Riesenunterschied was ich schnell zu spüren bekam.
Wo genau der Unterschied zwischen
einer Zweitakter und Viertaktermaschine liegt, könnt ihr hier nachlesen:
http://www.motocross-center.com/motocross-wissenslexikon-die-unterschiede-zwischen-2-und-4-takter.html.

Meine Motorräder - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotIch trainierte viel auf diesem Motorrad, ehe ich mir ein eigenes kaufte. Ich musste mich erst an die klassische Motorbremse (sobald man vom Gas weggeht, bremst das Motorrad ab, quasi wie beim Auto) gewöhnen. Die 125ccm Maschine (Zweitakter) rollte stattdessen einfach aus, so als wenn kein Gang eingelegt wäre. Ich flog jedesmal mit dem neuen Motorrad über den Lenker, sobald ich vom Gas ging. Das war eine extreme Umstellung für mich.
Zudem war die Viertakter ein wenig schwerer, was aber durch die leicht bessere Leistung nur ein wenig bemerkbar war. Außerdem ließ sich das Motorrad viel ruhiger fahren, was zu einem sicheren Fahrstil führte.
Im Jahr 2011 fuhr ich auf einer 250ccm KTM SXF (Viertakter). Ich machte Riesenfortschritte mit dem Motorrad, denn es ließ sich sehr viel einfacher damit fahren.

Meine Motorräder - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotErst 2014 gab es dann das nächste Motorrad: meine letzte KTM, eine 250ccm SXF (Viertakter). Damit räumte ich einen Pokal nach dem anderen ab.
Ein Wechsel auf ein anderes Motorrad, kam damals für mich nicht in Frage. Auch wenn mein Freund und das ganze Team auf Honda fuhren.
Aber man soll ja bekanntlich niemals nie sagen.
Im Winter 2014/ 2015, testete ich das neue Motorrad meines Freunds.

Meine Motorräder - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotEr hatte sich eine Honda 250 CRF (Viertakter) gekauft. Seit der ersten Minute auf dem Bike, wollte ich die KTM nicht mehr fahren.
Die Honda ließ sich so viel besser fahren, was am Motor und an der Größe bzw. Wendigkeit des Motorrads lag.
Im Winter 2015/2016 war es dann endlich so weit: Ich kaufte mir meine erste Honda. Ich besitze dieses Motorrad heute noch. Es hat mich bisher nie im Stich gelassen. Da ich so zufrieden mit dem Motorrad war und Honda Suisse mir aufgrund der guten Leistung im Jahr 2016 eine Unterstützung angeboten hatte, fuhr ich dieses Jahr erneut auf einer 250 Honda CRF (Viertakter). Es ist ein 17er Modell und für mich das bisher beste Motorrad was ich hatte.

Motorradwartung – Motocross-Adventskalender

Motorradwartung - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot

Motorradwartung

Wer fahren kann, muss auch putzen und pflegen. Das ist bei dem Hobby das A und O, denn es herrscht ein hoher Verschleiß. Nach fast jedem Training und Rennen, wird das Motorrad gründlich geputzt. Eventuell müssen auch verschlissene oder defekte Teile, ausgetauscht werden.
Wie das aussieht, werde ich euch heute zeigen.

Motorradwartung - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotBeginnen wir beim Putzen:
Zuallererst nehme ich möglichst alle losen Teile am Motorrad weg. Die Plastikteile bzw. Nummerntafeln, Sattel und der dreckige Luftfilter werden hierfür entfernt.
Auf den Auspuff wird ein Stopfen aufgesetzt, damit kein Wasser hinein laufen kann. Der Luftfilterkasten wird ebenfalls mit einem Deckel versehen, damit auch dort kein Wasser und Putzmittel hinein laufen können.
Danach wasche ich erstmal alle Plastikteile mit Schwamm und normalem Spülmittel. Man kann hier bereits „Motocross-Reiniger“ einsetzen, diesen verwende ich allerdings nur für das Motorrad.
Während die Plastikteile trocknen, beginne ich endlich mit dem Motorrad.
Dazu benötigt man einen Hochdruckreiniger, denn mit dem herkömmlichen Wasserschlauch bekommt man den hartnäckigen Dreck nicht so gut weg. Je nach Strecke, frisst sich der Dreck tief in das Plastik und in das Dekor. Mit dem schwachen Wasserstrahl gehen die Flecken kaum raus. Man muss mit dem Schwamm hinterher arbeiten und das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Nachdem das Motorrad bereit zur Wäsche ist, sprühe ich es rund herum ordentlich mit Motocross- Reiniger ein. Den Reiniger gibt es bei jedem Motocross- Shop zu kaufen. Ich benutze den von Motul.

Motorradwartung - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotNachdem alles getrocknet ist, schraube ich die Plastikteile wieder dran, setze einen neuen Luftfilter ein und öle alle beweglichen Teile.
Ungefähr drei Stunden beansprucht das Putzen.
Aber auch nur, wenn nichts kaputt ist und ausgewechselt bzw. repariert werden muss. Alle fünf Betriebsstunden mache ich einen Ölwechsel samt Ölfilterwechsel. Hier sollte man keinesfalls faul werden, denn der Abrieb und das alte Öl müssen dringend heraus genommen werden um den Verschleiß zu verringern, sowie einen Schaden zu vermeiden.
Alle 30- 40 Betriebsstunden werden der Kolben und alle zugehörigen Kleinteile wie Dichtungen, gewechselt.
Nach rund 30 Stunden werden die Federgabel und der Stossdämpfer gewartet. Auch dort wird das Öl gewechselt.
Stundenunabhängig sind das Kettenkit (großes Ritzel, kleines Ritzel, Kette), Reifen, Bremsbeläge, Kupplung und Gaszug zu prüfen.
Dort muss man ständig nachschauen wie groß die Abnutzung ist.
Letztere wechseln ich bzw. mein Freund selbst. Alles was sich im Motor oder an der Federung befindet, geben wir zu unserem Mechaniker.

Ich habe euch noch ein interessantes Video über das Putzen und Pflegen eines Motorrads herausgesucht:

Ein Renntag – Motocross-Adventskalender

Ein Renntag - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot

Ein Renntag.
Rennen finden je nach Meisterschaft und Kategorie, samstags oder sonntags statt. Unter „Kategorie“ versteht man die einzelne Klasse wie zum Beispiel Jugend, Damen, Senioren, Veteranen, Inter-Klasse, usw. Je nach Verband, gibt es bestimmte Voraussetzungen für die entsprechende Klasse. Meistens wird eingeteilt nach Alter, Hubraum bzw. Motorradgröße oder auch nach Geschlecht.
Ein Renntag - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotBei den Damen dürfen logischerweise nur Frauen fahren, bei allen anderen Klassen dürfen wir Frauen auch starten (wenn wir denn die anderen Voraussetzungen erfüllen). Am jeweiligen Renntag, schreibt man sich morgens bei der Sportleitung in der Startliste ein und muss ein Startgeld leisten. Danach ist man offiziell zugelassen zum Training.
Je nach Meisterschaft bzw. Veranstalter, findet das Training für jede Kategorie zwischen 7 Uhr und 12 Uhr statt. Meistens hat man 10 Minuten Zeit um die Strecke kennenzulernen und sich kurz aufzuwärmen. Nach den 10 Minuten, wird vom Zeitnehmer die grüne Fahne am Sportleiterbus neben der Strecke, geschwenkt. Dort steht auch die Uhr, damit man weiß wie viel Zeit man noch hat.
Die darauffolgenden 15 Minuten (in anderen Kategorien 10,18, 20 oder auch 25 Minuten) findet das Zeittraining/ „Startaufstellung“ genannt, statt.
Die Startaufstellung richtet sich nach dem Schnellsten im Zeittraining. Er darf sich in den Rennläufen nach ganz vorne stellen, um sich den besten Startplatz am Startbalken zu suchen. Fortgesetzt wird mit dem Zweitschnellsten, dann der Drittschnellste usw.
In den meisten Verbänden/ Meisterschaften haben die Kategorien ein Zeittraining, welches obligatorisch ist, danach folgen zwei Wertungsläufe. Bei manchen Meisterschaften sind es übrigens sogar drei Wertungsläufe. Dazu komme ich nochmal genau am 18. Tag.
Der Wertungslauf beginnt nach Fall des Startgatters und dauert (in meiner Klasse) 15 Minuten. Nach Ablauf der Zeit, muss jeder noch eine Runde fahren. Erst danach ist der Lauf beendet.

Konzentration am eigentlichen Renntag ist nicht das Wichtigste. Es beginnt bereits bei der Vorbereitung die gesamte Woche über. Man sollte mindestens zwei, besser drei Tage vorher gut geschlafen, gegessen und viel getrunken haben. Nicht zu viel Sport aber auch nicht faulenzen, kann in der Woche sehr produktiv sein.
Man muss eine gute Balance finden, wie man sich optimal vorbereitet. Bei mir hat es sich auf zwei- bis dreimal die Woche Sport (Kondition- und Krafttraining) und durchschnittlich sieben bis acht Stunden Schlaf, eingependelt.

Zurück zum Renntag: nach dem ich nun also eine gute Startaufstellung beim Zeittraining „herausfahren“ konnte, drücke ich meinem Freund und Mechaniker mein Motorrad in die Hand, ziehe gemütliche Kleidung an und entspanne im Wohnmobil oder draußen im Schatten. Ich versuche mich ein wenig zu erholen und esse sowie trinke ausreichend. In der Zeit, spreche ich mit meinem Freund über Fahrfehler, Tipps und Fahrfehler von der Konkurrenz.
Mein Freund kümmert sich wie o.g. in der Zwischenzeit um das Motorrad. Eventuell müssen neue Reifen montiert werden (für mehr „Grip“), der Luftfilter gewechselt werden (wenn es sehr staubig, sandig oder schlammig ist) oder sogar ein Teil ersetzt werden.
Wenn danach noch genügend Zeit bis zum nächsten Wertungslauf ist, gehen wir gemeinsam zur Strecke und besprechen nochmals die schnellste Linie oder meine Fahrfehler aus dem Training.
Ein Renntag - Nina - Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotEine Stunde bevor ich ans Startgatter rolle, beginne ich mich anzuziehen. Die Nervosität hält sich bis dato noch in Grenzen. Erst wenn ich im Vorstart stehe (dort stellen sich die Fahrer 10 Minuten vor Beginn nach Startaufstellung auf) bin ich etwas zappelig und könnte ständig Pinkeln Da bin ich aber nicht die Einzige, der es so geht. Sobald ich hinter dem Balken einen guten Startplatz gefunden habe, bin ich hochkonzentriert und vergesse die Welt um mich herum. Nach Fall des Gatters habe ich nur noch den typischen Tunnelblick. Außer meinen Freund, der am Streckenrand in der Helferbox steht und mich anfeuert oder Tipps zu ruft, sehe oder höre ich nicht viel.
Nach dem Wertungslauf beginnt die Prozedur mit umziehen, essen, trinken, erholen, über Fehler reden und Motorrad auf Vordermann bringen, von vorne. So sieht quasi jeder Renntag bei mir/ uns aus. Es richtet sich oftmals nach dem Wetter. Bei Regen greife ich meinem Freund meistens beim Putzen unter die Arme, da er es alleine in der Kürze an Zeit nicht schafft. Um so mehr hat er sich abends die große Portion Spaghetti dann verdient.
Bei Sonnenschein und warmen Wetter, ist es meist sehr entspannt und wir sitzen bei Eis und kühlen Getränken bei uns am Wohnmobil.
Wir haben übrigens ein Sunlight A70 . Seit Ende 2016 fahren wir nun damit zu fast jedem Rennen oder Training nach Italien. Allein die große Garage für unsere Motorräder ist Gold wert! Wenn ihr mehr Infos zu dem Wohnmobil wollt -> einfach per E-Mail an nina.heimbuechel@miradlo.de
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Hier findet ihr nochmals genauere Daten zum Rennablauf/ Startreglement. Es ist von einer der Meisterschaften, die ich bestreite.

Mein Team – Motocross-Adventskalender

Mein Team - Nina Heimbüchel- Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot

Das Team MX Wängi (ehemals Team Hühnerstall) besteht aus fünf Mitglieder/Fahrern.
Zwei davon, sind derzeit aktiv:
Michael S. (Startnummer 68) und meine Wenigkeit (Startnummer 329).
Mein Team - Nina Heimbüchel- Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotMichael fährt in der schnellen Interklasse beim SAM (schweiz. Auto und Motocross  Meisterschaft) mit. Letztes Jahr konnte er den zweiten Platz in der Klasse „National MX1“ belegen.
Daraufhin musste er gemäß des Reglement, in die nächst höhere Klasse aufsteigen. In der Interklasse weht ein ganz anderer Wind. Das Niveau ist um einiges höher und die Fahrer schneller. Michael konnte im Winter leider nicht genug trainieren, da er stolzer Vater geworden ist. Er landete am Ende der Saison auf dem 20sten Platz.

Die anderen Mitglieder fahren auch Motocross aber derzeit nicht so aktiv. Zum Teil aufgrund zeitlichen oder persönlichen Gründen. Sie unterstützen uns dennoch, indem sie auf Rennveranstaltungen kommen und uns anfeuern oder helfen. Mein Freund Pirmin G. (Startnummer 285) hat einen wichtigen Stand im Mein Team - Nina Heimbüchel- Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotTeam. Er ist unsere mentale Unterstützung und managt einiges in Sachen Sponsoring, Werbung, bevorstehende Rennveranstaltungen, Teamausflüge und vieles mehr. Außerdem ist er der Mechaniker im Team und unterstützt uns bei den Rennen indem er sich den ganzen Tag um das Motorrad kümmert, sodass die Fahrer sich ausruhen können.
Sein Bruder Roman G. (Startnummer 289) hat diese Saison aufgrund seiner letztjährigen Verletzung eine Pause genommen.

Ich bin seit ungefähr 5 Jahren in dem Team. Zur damaligen Zeit hießen wir Team Hühnerstall aufgrund des Hauptsponsors : Restaurant Hühnerstall.
Mittlerweile sind wir in ganz Europa in der Motocross-Szene bekannt. Team Hühnerstall als Name, hat natürlich einen großen Wiedererkennungswert.

Mein Team - Nina Heimbüchel- Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotWir veranstalten einmal im Jahr ein Motocrossrennen bei Wängi (Thurgau, Schweiz). Es ist eher ein „Plauschmotocross“, denn bei uns geht’s hauptsächlich um Spaß! Es findet fast immer am ersten Oktoberwochende statt. Im nächsten Jahr wird es vom 6. bis 7.10.2018 stattfinden. Wir freuen uns auf euren Besuch! Der Eintritt ist kostenlos, für kühle und warme Getränke sowie Grillspezialitäten ist im beheizten Festzelt gesorgt.
Samstags und Sonntags finden von 11- 17 Uhr spannende Rennläufe statt. Samstagabends ist zusätzlich an der Cross-Bar eine gute und ausgelassene Stimmung. Bei uns kann jeder starten, denn von 50ccm bis zur „Openkategorie“ findet jeder seinen Platz. Auch die Frauen haben eine eigene Kategorie und sind jederzeit herzlich willkommen. Ich selbst, starte auch jedes Jahr in der Klasse. Manchmal fahre ich sogar beide Tage und zeige den Kerlen mal, wo der Hammer hängt.

Hier findet ihr noch mehr Infos zum Rennen in Wängi:

 

Meine Lieblingsstrecken – Motocross-Adventskalender

Lieblingsstrecken, Dorno,IT - Nina Heimbüchel- Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot

Meine Lieblingsstrecken

Das sind in der Tat so einige.
Fangen wir mit der beliebtesten und in Europa bekanntesten Strecke an:

DORNO – Italien
Lieblingsstrecken, Dorno,IT - Nina Heimbüchel- Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotWenn man sich mal alleine die Bilder (alle Fotos im Beitrag sind von dieser Strecke) anschaut, ist schon alles gesagt. Die Anlage in Dorno ist eine mit Abstand der gepflegtesten, die ich kenne. Jeden Tag (oder je nach Betrieb sogar zweimal täglich) wird die Strecke präpariert und planiert.
Sie ist ca 2000 m lang und hat einige große Sprünge, flüssige Kurven und anspruchsvolle Streckenabschnitte.
Für 25,- € steht einem eine perfekte Trainingsstrecke zur Verfügung. Außerdem gibt es hier ein Clubheim (Kaffee, Getränke, warme Speisen) sowie Dusche/ WC und WLAN. Im Sommer stellt der Pistenchef sogar einen großen Pool zur Verfügung. Die Strecke hat einen eher weichen bzw. leicht sandigen Boden. Leider ist die Strecke am Wochenende und mittlerweile in der Woche, überfüllt. Eine super Strecke wie diese, spricht sich halt rum.

MIRABELLO – Italien
Lieblingsstrecken, Dorno,IT - Nina Heimbüchel- Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotEine sehr anspruchsvolle Strecke, die zum Leid der meisten Fahrer, eher ausgefahren ist. Mir macht es aber besonders Spaß, weil man vieles lernen kann. Außerdem finde ich die Streckenführung auf dem harten Boden abwechslungsreich und anstrengend.
Des weiteren ist die Strecke nie überfüllt. Man kann in Ruhe auf einer anspruchsvollen Strecke trainieren und testen.
Sie ist super für Sektionstraining, da man eine gute Übersicht hat und abkürzen kann.
Die Trainingsgebühr liegt bei 20,- €.

MÖGGERS – Österreich
Lieblingsstrecken, Dorno,IT - Nina Heimbüchel- Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotSie ist nicht nur meine „Heimstrecke“, sie ist auch einer meiner Lieblingsstrecken hier in der Umgebung.
Möggers ist absolut anspruchsvoll. Die Kurven liegen fast alle in schräger Hanglage, es gibt große Sprünge und lange Geraden, wo man sein Motorrad auch mal „ausfahren“ kann.
Es ist ein etwas steiniger, harter Boden. Dennoch perfekt gepflegt. Es wird in regelmäßigen Abständen geschoben (nicht so extrem wie Dorno) . Auch hier gibt es ein Clubhheim mit WC und Dusche.
Das Training ist jedoch nur für Clubmitglieder gestattet. Es finden zweimal jährlich ein Trainingstag für Nichtclubmitglieder statt. Dies könnt ihr auf der Homepage nachlesen: .

HELECINE – Belgien
Früher als ich noch in Düren gewohnt habe, war ich oft in Belgien trainieren. Dort gibt es zwar nicht ganz so viele Strecken, aber die da sind, sind super! Unter anderem auch Helecine.
Es ist eine eher weichere Lehmbodenstrecke, ohne Steine aber mit einigen Sprüngen und Kurven. Für Anfänger aber auch Fortgeschrittene super geeignet.
Die Trainingsgebühr liegt bei 20,-€.

GENK- Belgien
Diese Strecke bin ich mindestens zweimal im Monat gefahren. Ich habe sie geliebt. Die Anlage ist super gepflegt, besitzt ein Clubheim, Toiletten und Duschen sowie eine Motocross-Halle für den Winter.
Die Halle ist im Supercross-Stil gebaut (enge Kurven, viele Sprünge). Wenn es draußen regnet, schneit und windet, kann man auf der Strecke trotzdem fahren. Lieblingsstrecken, Dorno,IT - Nina Heimbüchel- Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotDie große Offroad, Strecke besteht aus Lehm- Kieselboden. Man kann stellenweise driften oder hat tiefe Spurrillen.
Die Strecke wird ständig präpariert und vernünftig bewässert. Die Gebühr für die Offroadstrecke oder die Halle beträgt 20,- €.

Ich habe noch so einige Lieblingsstrecken. Ihr könnt mich gerne kontaktieren, wenn ihr mehr wissen wollt oder sogar einen Trip nach Italien machen wollt.

Besonderes Rennen 1. Teil – Motocross-Adventskalender

Besonderes Rennen Teil I - Nina Heimbüchel- Motocross-Adventskalender - miradlo Versanddepot

Besonderes Rennen 1. Teil
Das erste tolle und immer in meinen Erinnerungen gebliebene Rennen war 2012, ein DAMCV– Rennen in Ohlenberg (Rheinland-Pfalz).

Von 2008 bis Ende 2014 fuhr ich bei der Damenklasse des DAMCVs mit. Ich verpasste quasi kein Rennen aber schaffte es dennoch nie unter die ersten drei. Ich trainierte regelmäßig aber die Frauen die vorne mitfuhren, waren immer zu stark. In Ohlenberg sollte es dann endlich auch für mich einen Pokal geben.

Treppchen für Nina Heimbüchel- Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotIm ersten Lauf lief es leider nicht so gut, denn ich kollidierte mit einer anderen Fahrerin auf einem Sprung. Ich war mir vor dem Sprung sicher, dass ich ihn springen kann, denn das Mädchen vor mir gab so viel Gas, dass es auf jeden Fall für den Sprung ausreicht. Doch plötzlich bremste sie stark. Ich konnte leider nicht mehr viel machen und sprang ebenfalls ab. Die vor mir Fahrende kreuzte dann ihre Spur mit meiner und ich landete ein Stück neben ihr.
Körperlich gingen beide nur mit einem Schrecken davon. Doch mein Motorgehäuse kratzte leider an ihrer Fußraste und hinterließ ein Loch.
Das bemerkt ich erst im Fahrerlager, als ich vom Motorrad abstieg. Sofort dachte ich, dass das Rennen für mich „gegessen“ sei. Ich beendete den ersten Lauf mit dem 3. Platz.
Besonderes Rennen Teil I - Nina Heimbüchel- Motocross-Adventskalender - miradlo VersanddepotMein Freund hatte zufällig einen Spezialkleber für solche Fälle dabei und flickte den Riss im Gehäuse.
Den zweiten Lauf konnte ich wiederholt den 3. Platz erkämpfen und somit war ich im Tagesrang Dritte.
Ich genoss den Moment auf dem Podium total. Später gab’s sogar noch ein „Siegerbierchen“.